Tarifstreit im Handel

Warnstreik bei Ikea: Das müssen Kunden am Freitag wissen

Die Gewerkschaft ver.di ruft erneut zum Warnstreik im Handel auf – diesmal trifft es vor allem Ikea. In Berlin sind alle drei Filialen betroffen.

Author - Tobias Esters
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Bei Ikea wird heute gestreikt: In Berlin sind die Filialen in Spandau, Tempelhof und Lichtenberg betroffen.
Bei Ikea wird heute gestreikt: In Berlin sind die Filialen in Spandau, Tempelhof und Lichtenberg betroffen.Federico Gambarini/dpa

Wer heute einen Ausflug ins Möbelhaus geplant hat, sollte sich auf mögliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat im laufenden Tarifstreit im Einzelhandel erneut zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen, und diesmal steht ausgerechnet Ikea im Mittelpunkt der Aktionen.

Diese Filialen sind betroffen

In Berlin werden nach Angaben von ver.di alle drei Ikea-Einrichtungshäuser bestreikt: in Spandau, Tempelhof und Lichtenberg. Wichtig für alle, die im Berliner Umland einkaufen wollen: Das Möbelhaus im brandenburgischen Waltersdorf ist nicht betroffen. Der Grund ist eine sogenannte Friedenspflicht, die in Brandenburg derzeit noch gilt und Streiks dort untersagt.

Die streikenden Beschäftigten wollen sich am Vormittag zu einer zentralen Kundgebung am Wittenbergplatz versammeln.

Bleiben die Häuser geöffnet? Für Kundinnen und Kunden die wohl wichtigste Frage. Ikea selbst gibt sich gelassen. Streiks stellten die betroffenen Häuser zwar vor organisatorische Herausforderungen, in der Regel gelinge es aber, die Auswirkungen für Beschäftigte und Kunden gering zu halten, teilte eine Sprecherin gegenüber dem WDR mit.

Heißt für Kunden: Die Häuser dürften grundsätzlich geöffnet bleiben, einzelne Wartezeiten oder Einschränkungen etwa an Kassen oder bei der Warenabholung lassen sich aber nicht ausschließen. Wer heute oder am Samstag eine Bestellung abholen oder Click & Collect nutzen möchte, sollte den Status seiner Bestellung vorab online oder telefonisch prüfen, um sich unnötige Wege zu sparen.

„Ohne uns kein Geschäft": ver.di-Mitglieder bei einer Streikaktion im Handel. Auch heute ruft die Gewerkschaft wieder zum Ausstand auf.
„Ohne uns kein Geschäft": ver.di-Mitglieder bei einer Streikaktion im Handel. Auch heute ruft die Gewerkschaft wieder zum Ausstand auf.Robert Michael/dpa

Hintergrund der Aktionen ist die festgefahrene Tarifrunde im Einzelhandel. ver.di fordert für die rund 5,2 Millionen Beschäftigten im Handel sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 225 Euro im Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Fronten sind verhärtet

Die Arbeitgeber bieten bislang eine Erhöhung von zwei Prozent ab November sowie weitere 1,5 Prozent ab August 2027 an, bei einer Laufzeit von zwei Jahren. ver.di lehnt das als unzureichend ab. Wie zäh die Fronten sind, zeigt ein Blick zurück: Die vergangene Tarifrunde zog sich über mehr als ein Jahr hin. Am Ende stand für die Beschäftigten im Einzelhandel ein Plus von rund 14 Prozent für die Jahre 2023 bis 2025.

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