Der Mega-Stromausfall hält den Südwesten Berlins in Atem. Mehrere hundert Feuerwehrleute und zahlreiche weitere Helfer sind im Dauereinsatz, um die Folgen für rund 45.000 Haushalte abzufedern. Besonders betroffen ist der Bezirk Steglitz-Zehlendorf und der Blackout wird wohl tagelang dauern.
Neben der Berliner Feuerwehr sind auch Freiwillige Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und weitere Hilfsorganisationen mobilisiert worden. „Wir sind mit der Berufsfeuerwehr dabei, wir haben Freiwillige Feuerwehren alarmiert, das Technische Hilfswerk und weitere Organisationen sind ebenfalls aktiv“, sagte Feuerwehr-Sprecher Vinzenz Kasch.
Klinikpatienten werden evakuiert
Die Situation gilt als besonders heikel, weil sich mehrere Pflegeheime und Krankenhäuser im betroffenen Gebiet befinden. Nach Angaben der Feuerwehr mussten bereits Bewohner und Patienten aus zwei Einrichtungen in andere Heime verlegt werden. Weitere Maßnahmen werden derzeit geprüft. Die Lage entwickle sich ständig weiter und bleibe schwer einschätzbar.
Und für viele bedeutet der Stromausfall, dass sie tagelang im Kalten sitzen müssen. Nach Einschätzung von Stromnetz Berlin könnte er bis nächsten Donnerstag, 8. Januar, dauern. Das wäre der längste Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg. Grund ist der sehr aufwendige Bau von Ersatzleitungen nach dem Brand einer Kabelbrücke über den Teltow-Kanal, wie ein Sprecher mitteilte. Der Netzbetreiber hofft aber, rund 10.000 Haushalte ab Samstagabend, 3. Januar, aus anderen Netzteilen wieder zu versorgen.
Zurnhallen oder andere passende Gebäude sollen bis zum Abend als Notunterkünfte bereitgestellt und eingerichtet werden, hieß es von der Feuerwehr.

Busfahrer setzten Notruf für Bedürftige ab
Die Feuerwehr appellierte an die Bevölkerung, aufmerksam zu sein und hilfsbedürftige Nachbarn zu unterstützen. Gasbetriebene Heizgeräte sollten keinesfalls in Innenräumen genutzt werden. Falls das Telefonnetz ausfällt, können sich Betroffene in Notfällen direkt an die nächste Feuer- oder Polizeiwache wenden. Auch Busfahrer können einen Notruf absetzen. Berlinerinnen und Berliner außerhalb des betroffenen Gebiets wurden gebeten zu prüfen, ob Angehörige oder Bekannte im Südwesten der Stadt Hilfe benötigen könnten.





