Wer öfter am Berliner Hauptbahnhof in Züge einsteigt, kennt das Gedrängel. Gerade auf den oberen Bahnsteigen 13 und 14 gibt es einige Engstellen, an denen es sich öfter ganz schön fies staut. Passagiere berichten sogar von gefährlichen Situationen, wenn Züge ein- und ausfahren. Die Bahn kennt das Problem und hatte geplant, hier Abhilfe zu schaffen, doch nun liegen die Vorhaben auf Eis, wie der Tagesspiegel berichtet.
„Aktuell sind am Hauptbahnhof keine Baumaßnahmen geplant“, sagte ein Bahnsprecher der Zeitung. Zuvor hatte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Berlin-Brandenburg, Alexander Kaczmarek, ebenfalls gegenüber dem Tagesspiegel noch eine Lösung für das Bahnsteigchaos in Aussicht gestellt: „Wenn die Reisenden dort mit den Koffern stehen, ist es schon sehr eng. Wenn wir die Zahl der Fahrgäste nochmal verdoppeln wollen, müssen wir entweder zusätzliche Ausgänge bauen, damit sich die Bahnsteige schneller leeren, oder dort die Flächen vergrößern“, hatte er im Interview gesagt.

Engstellen auf dem Bahnsteig im Hauptbahnhof
Dass es auf den Bahnsteigen der Gleise 13 und 14 oft eng wird, liegt an der Konstruktion des Bahnhofs. Die an sich breiten Bahnsteige werden von drei Lichtschächten, und zwei Treppen und Rolltreppen an vielen Stellen gefährlich schmal gemacht. Statt der 12 Meter Breite haben Fahrgäste entlang der Hindernis-Inseln nur etwas über 2 Meter Platz. Bei vollen Zügen drängen sich die Passagiere hier besonders arg. Um Ansammlungen von Fahrgästen zu vermeiden, wurden auf den Bahnsteigen sogar schon Schilder angebracht.
„Bitte weitergehen – Keep moving“ steht darauf, doch die Schilder zeigen keine sichtbare Wirkung. Wieso nun auf einen Umbau und mögliche neue Zugänge zu den Bahnsteigen verzichtet wird, sagte der Bahnsprecher laut Tagesspiegel nicht.



