Eigentlich gehören Füchse längst zum Berliner Stadtbild. Doch im Teichstraßenkiez in Berlin-Reinickendorf sorgt ein einzelnes Tier seit Monaten für große Besorgnis. Nach Angaben von Anwohnern greift der Fuchs immer wieder Hunde an und zeigt dabei kaum Scheu vor Menschen. Einige Hundehalter rüsten ihre Vierbeiner deshalb nun besser aus.
Angst vor Fuchs: Hunde tragen Schutzwesten
Seit Mitte Dezember 2025 sollen in Berlin-Reinickendorf mehr als 20 Fuchs-Angriffe gemeldet worden sein. Drei Hunde überlebten die Attacken laut Anwohnern sogar nicht. Mehrere Halter berichten zudem, dass der Fuchs sie angegriffen habe, als sie ihre Hunde schützen wollten. Bereits im April hat die Morgenpost über den Fuchs berichtet, seitdem habe sich aber nichts gebessert, erzählt eine Anwohnerin der Morgenpost.

Viele Hundebesitzer fühlen sich deshalb gezwungen, selbst Vorsorge zu treffen. Einige gehen nur noch mit Eisenstange oder Baseballschläger spazieren, andere haben ihren Vierbeinern spezielle Schutzwesten mit Spikes und sogar kleine Helme gekauft.
Manche Anwohner lassen ihre kleinen Hund nach eigenen Angaben inzwischen sogar lieber zu Hause aufs Katzenklo gehen, statt mit ihnen eine Gassi-Runde zu drehen.
Behörden finden Fuchs-Verhalten ungewöhnlich
Nach Einschätzung des Berliner Wildtierexperten Derk Ehlert verhält sich der Fuchs auffällig. Er vermutet, dass das Tier von Menschen gefüttert wurde und deshalb die Nähe zu Menschen sucht. Bei Kontrollen seien in der Umgebung Futterstellen entdeckt worden. Deshalb kontrolliere das Ordnungsamt den Bereich inzwischen häufiger. Sollte von dem Tier eine akute Gefahr ausgehen, könne die Polizei entscheiden, den Fuchs zu „entnehmen“.
Anwohner wünschen sich eingezäunte Hundewiese
Die Hundebesitzer wünschen sich eine sichere Lösung und haben dem Bezirksamt vorgeschlagen, eine Wiese in der Nähe einzuzäunen. Dort könnten Hunde ohne Angst vor dem Fuchs Auslauf bekommen. Eine entsprechende Unterschriftensammlung wurde bereits an Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) übergeben.
Das Bezirksamt lehnt den Vorschlag derzeit jedoch ab. Eine Einzäunung sei mit hohen Kosten verbunden und könne nicht sicher verhindern, dass Füchse in das Gebiet gelangen.


