Die Sommerferien sind für viele Menschen eine Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Für die Mitarbeiter der Tierheime in Deutschland sind die sechs Ferienwochen hingegen oft besonders stressig.
Tierheim meldet alarmierende Entwicklung zum Ferienstart in Berlin
Denn viele Besitzer trennen sich in diesen Tagen von ihren Tieren. Wie das Tierheim Berlin mitteilt, wurden in der ersten Ferienwoche – vom 6. bis 12. Juli – 46 Fundkatzen aufgenommen. Wie viele Tiere entlaufen sind und wie viele tatsächlich ausgesetzt wurden, ist noch unklar. „Die Zahlen direkt nach Beginn der Sommerferien sind jedoch alarmierend und erinnern an die Situation früherer Jahre“, so der Tierschutzverein.
Die Vereinsvorsitzende Eva Rönspieß: „Unser Fundkatzenbereich quillt bereits nach der ersten Ferienwoche über.“ Unter den 46 Katzen befinden sich auch drei Katzenmütter mit ihren Jungen. Der Tierschutzverein ruft dazu auf, rechtzeitig eine verlässliche Urlaubsbetreuung für Haustiere zu organisieren: „Tiere dürfen niemals ausgesetzt werden, nur weil sie nicht in die Ferienplanung passen.“

Zugleich sollten Katzenhalter ihre Tiere konsequent kastrieren, chippen und registrieren lassen. Das gelte auch für Wohnungskatzen, die ebenfalls entlaufen könnten. Von den 46 aufgenommenen Katzen seien nur zehn gechippt und lediglich vier registriert gewesen.
Haustiere: Verantwortung endet nicht im Urlaub
Dass Tierheime zu Ferienbeginn viele Katzen, aber auch Hunde aufnehmen müssen, ist kein neues Phänomen – und keineswegs auf Berlin oder Brandenburg beschränkt. Viele Tierhalter machen sich vor der Anschaffung keine ausreichenden Gedanken darüber, wer ihr Haustier während der Urlaubszeit betreut. Oft werden Tierpensionen erst kurz vor Reiseantritt angefragt und sind dann bereits ausgebucht. Nicht selten fällt daraufhin die herzlose Entscheidung, das Tier abzugeben.




