In diesem Jahr dürfen sich die Deutschen wieder mit Feuerwerkskörpern eindecken.
In diesem Jahr dürfen sich die Deutschen wieder mit Feuerwerkskörpern eindecken. imago/Wolfgag Maria Weber

Feuerwerks-Fans können sich freuen, denn ab dem 29. Dezember liegen wieder Knaller und Raketen in den Geschäften! Nachdem es in den vergangenen Jahren ein Verkaufsverbot gab, darf dieses Jahr wieder nach Herzenslust in die Pyro-Kiste gegriffen werden. Es wird allerdings immer schwerer, eine vernünftige Auswahl zu treffen, denn die Vielfalt der Produkte wird immer größer. Wie soll man sich entscheiden – und was sollte man beim Kauf wissen? KURIER hat vier Tipps.

Batteriefeuerwerk: Es kommt nicht auf die Größe an!

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Während es noch vor Jahren ausschließlich Raketen und kleinere Feuerwerkskörper im Silvester-Verkauf gab, liegt der Fokus in vielen Geschäften heute auf den Feuerwerksbatterien. Einmal anzünden, teilweise minutenlang Feuerwerk genießen. Aber aufgepasst! Die meisten dieser Feuerwerke im Mini-Format werben mit hohen Schusszahlen für wenig Geld.

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Das klingt erstmal gut, aber: Verteilt sich die enthaltene Pyro-Menge auf eine größere Schusszahl, fallen die einzelnen Effekte kleiner aus. Wer will, dass der Himmel strahlt, sollte also beim Kauf einzelner Batterien eher auf die kleinere Schusszahlen schauen – und bei der Auswahl eher nach der Größe der einzelnen Batterie-Rohre schauen. Während in einer 100-Schuss-Batterie für 4,99 Euro etwa oft nur Leuchtkugeln stecken, gibt es zum gleichen Preis Batterien mit 16 Schuss, die wesentlich mehr Effekt am Himmel bieten.

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Die Auswahl beim Feuerwerksverkauf ist heute riesig - da fällt es schwer, sich zu entscheiden.
Die Auswahl beim Feuerwerksverkauf ist heute riesig - da fällt es schwer, sich zu entscheiden. dpa/Marijan Murat

Effekte prüfen: Videos schauen hilft bei der Auswahl

Während man sich vor Jahren noch darauf verlassen musste, was die Hersteller auf den Verpackungen über die Effekte der Feuerwerksartikel angaben, gibt es heute Video-Portale im Netz, die bei der Auswahl helfen. So sind auf dem bekannten Portal „Youtube“ etwa auch zahlreiche Feuerwerksfans unterwegs, die ihre gekauften Produkte filmen, die Clips hochladen.

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Wer also wissen will, was in einer bestimmten Batterie oder in einer Rakete steckt, kann den Produktnamen suchen, sich dann Filmchen anschauen. So kann schon vor dem Kauf geprüft werden, ob der Effekt wirklich gefällt – und die Enttäuschung beim großen Feuerwerk um Mitternacht bleibt aus.

Raketen schütteln: Wetten, dass Sie diesen Trick noch nicht kannten?

Der Klassiker am Silvesterhimmel ist und bleibt die klassische Stabrakete, die mithilfe eines Leitstabes aus einer Flasche oder einem Rohr abgeschossen wird. Nur: Was steckt drin in der Rakete? Das lässt sich rein optisch oft nur schwer sagen – die Größe der Papphülse ist hier nicht immer ein Indiz auf einen großen Effekt. Aber: Es kann helfen, die Rakete zu schütteln.

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Der Grund: Es gibt sogenannte „Schüttraketen“ und „Zerleger-Raketen“, auch „Bombenraketen“ genannt. Bei den Schüttraketen sind die Feuerwerkssterne einzeln in der Rakete, werden am Himmel entzündet und durch Druck herausgeschleudert – die Rakete „schüttet“ den Effekt als aus. In Zerleger- oder Bombenraketen ist eine Zusätzliche Explosivladung enthalten, die die Sterne mit einem Knall in alle Richtungen schleudert. Oft ist es so, dass Schüttraketen auffällig klappern, während der Feuerwerkseffekt bei Zerleger-Raketen fest verbaut ist. Also: Der Klang der Rakete beim Schütteln kann Aufschluss geben, wie groß der Effekt am Himmel ausfällt.

Ab dem 29. Dezember wird wieder Feuerwerk verkauft.
Ab dem 29. Dezember wird wieder Feuerwerk verkauft. dpa/Marijan Murat

Fachhändler: Hier gibt es Produkte, die es sonst nur selten gibt

Die meisten Feuerwerks-Käufer werden über die kommenden Tage die Supermärkte und Discounter aufsuchen – hier findet sich ein großes und umfangreiches Sortiment an Artikeln, mit denen sich zahlreiche tolle Effekte in den Himmel zaubern lassen. Wer das Besondere sucht, sollte einer Fachhandlung einen Besuch abstatten: Solche Geschäfte bieten auch Produkte kleinerer Hersteller, die den Weg in die Supermärkte kaum finden.

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So sorgte das Unternehmen „Funke“ aus Polen in den vergangenen Jahren für einen regelrechten Hype in der Pyro-Szene – auch, weil die Designs der Produkte an Feuerwerk aus den 90er-Jahren erinnern. Aber auch Firmen aus Holland und Italien sind hier inzwischen mit ihren Artikeln vertreten.