Das einstige Kultkaufhaus Galeries Lafayette ist im Sommer 2024 aus dem Prunkgebäude an der Berliner Friedrichstraße ausgezogen. Aktuell ist das Haus, auch bekannt als Quartier 207, wegen Bauarbeiten geschlossen – es wird in das neue Projekt „Lumina“ umgewandelt. Ein Mix aus Büros und einer deutlich kleineren Ladenzeile als zuvor. Nun wurde der erste Mieter bekannt gegeben. Außerdem zeigen neue Pläne, wie dem alten Galeries Lafayette ein neuer Flair verschafft werden soll.
Großes Plattenlabel zieht ein
Ein echter Coup für das Projekt Lumina: Als neuer Hauptmieter hat sich das große Musiklabel BMG, Teil des Bertelsmann-Konzerns, eingemietet. Das deutsche Unternehmen hat Stars wie Kylie Minogue, Lenny Kravitz, Aerosmith und die Scorpions unter Vertrag. BMG verlegt sein globales Headquarter in das ehemalige Kaufhaus – und bezieht dort rund 29.400 Quadratmeter Bürofläche.

BMG-Chef Thomas Coesfeld wertet den Umzug als „bedeutenden Meilenstein“: Für ihn bietet das ikonische Gebäude mit seiner zukunftsorientierten Atmosphäre das ideale Umfeld für ein global agierendes Musikunternehmen, das eng mit Berlin verwurzelt ist.
Altes Lafayette bekommt moderne Dachterrasse
Das Herzstück des neuen Quartiers wird die Dachterrasse – ein Blickfang, der fast schon symbolisch für den urbanen Wandel steht. Sie ist allerdings nur für die Mieter zugänglich. Ringsum gibt es Panoramablick über die Innenstadt, grüne Aufenthaltsflächen, Fitnessbereiche und sogar eine großzügige Fahrradgarage mit Umkleiden.

Noch dazu erhält das Quartier bodenständige Akzente: Neben Büros sind auch Shops, Gastronomie, Fitness‑Bereiche, eventfähige Räume und Wohnen geplant. Die Rede ist von einem sogenannten Mixed-Use-Quartier.
Übrigens: Der Begriff „Lumina“, abgeleitet vom lateinischen Wort für Licht, signalisiert das Leitmotiv für die architektonische Neuinterpretation des Ortes. Denn im Zentrum der Umgestaltung steht der alte Lichtkegel, der nun stärker als zuvor das Innere durchflutet: Durch eine Vergrößerung und Drehung des zentralen Glaskörpers um 180 Grad fällt das Tageslicht nun über sieben Ebenen hinweg in den Kern des Gebäudes.


