Berlin-Charlottenburg

Chaos auf der A111: Nach einem Unfall ist die Autobahn bis heute Nachmittag gesperrt

Ein Wagen kippte an der Berliner Autobahnausfahrt am Heckerdamm auf die Seite. Jetzt sorgen Reparaturarbeiten für Stau.

Author - Stefan Doerr
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Der Wagen war auf die Seite gekippt, der Fahrer wurde im Auto eingeklemmt.
Der Wagen war auf die Seite gekippt, der Fahrer wurde im Auto eingeklemmt.Axel Billig/Pressefoto Wagner

+++ Aktuell +++

Nach dem Unfall vom frühen Sonntagmorgen ist die Berliner Stadtautobahn Richtung stadteinwärts immer noch gesperrt. Erst am Nachmittag gegen 16 Uhr sollen die Reparaturarbeiten laut Verkehrsinformationszentrale Berlin abgeschlossen sein.

Bis dahin müssen Autofahrer die Abfahrt Heckerdamm nehmen und auf der anderen Seite wieder auffahren, teilte die Polizei zuerst mit. Problem: die Ampel, die den Verkehr an der Autobahnabfahrt regelt. Die ist nicht auf Tausende Autos eingestellt – und sorgt für lange Staus.

Inzwischen wird der Verkehr laut Verkehrsinformationszentrale über den Jakob-Kaiser-Platz abgeleitet.

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Dramatischer Crash auf der A111 am frühen Sonntagmorgen: Gegen 6.45 Uhr wurde die Berliner Feuerwehr zur Abfahrt Heckerdamm in Fahrtrichtung Süden alarmiert. Ein Autofahrer (79) soll versucht haben, die Ausfahrt im letzten Moment noch zu nehmen – und sich dabei fatal verschätzt haben.

30 Minuten dauerte es, den Mann zu befreien

Sein Wagen prallte erst gegen die Leitplanke und dann gegen eine Verkehrsbrücke, kippte auf die Seite. Der Mann wurde im Fahrzeug eingeklemmt. Eine Feuerwehrfrau, die nach dem Nachtdienst auf dem Heimweg war, sah das Auto und hielt an. Sie verschaffte sich Zugang zum verletzten Fahrer und versorgte ihn, bis die Einsatzkräfte eintrafen und ihn aus dem Auto schnitten.

Rund 30 Einsatzkräfte, darunter ein Notarztteam sowie die Besatzung eines Rettungshubschraubers, kämpften um das Leben des Fahrers.

Der schwerst verletzte Autofahrer kam in die Klinik.
Der schwerst verletzte Autofahrer kam in die Klinik.Axel Billig/Pressefoto Wagner

Sie sicherten das Auto, damit es stehen blieb. Dann musste die Feuerwehr das Dach des Wagens entfernen, um den verletzten Mann zu befreien. Nach etwa 30 Minuten gelang die aufwendige Befreiung aus dem komplett demolierten Auto. Der Mann kam mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Für die Landung des Rettungshubschraubers musste die Autobahn in Berlin-Charlottenburg ab Heckerdamm sowie ab Flughafen Tegel in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen übernommen. Die Sperrung dürfte nach ersten Informationen noch den gesamten Vormittag andauern.

Zweiter Crash-Wagen zur Seite gekippt

Bei einem zweiten Crash wurden Feuerwehr und Polizei gegen 3.30 Uhr in den Halemweg nach Berlin-Charlottenburg gerufen. Ein mit zwei Personen besetzter Uber-Wagen war dort verunglückt. Laut ersten Erkenntnissen prallte das Fahrzeug nach einem Schlenker nach links gegen einen Postwagen und kippte anschließend auf die Seite.

Bei dem Crash wurden insgesamt vier Fahrzeuge beschädigt. Sowohl der Fahrer als auch sein Beifahrer kamen verletzt ins Krankenhaus. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.