Pendler in Oberhavel brauchen starke Nerven: Ausgerechnet ein Fuchs bringt den Bahnverkehr durcheinander! Zwischen Kremmen und Hennigsdorf geht derzeit fast nichts mehr.
Fuchsbau direkt unter den Gleisen in Oberhavel
Der Grund ist ebenso ungewöhnlich wie ärgerlich: ein Fuchsbau direkt unter den Gleisen
Zwei Eingänge zum Fuchsbau in der Nähe der Gleise
Bahnmitarbeiter hatten den Bau bei einer Streckenbegehung unter einem Gleis bei Amalienfelde entdeckt, teilte Bahnsprecher Michael Klein dem RBB am Donnerstag mit. Vor Ort zeigte sich das Ausmaß: Ein Reporter entdeckte sogar zwei Eingänge zum Fuchsbau unmittelbar neben den Gleisen. Weil das Erdreich dadurch ausgehöhlt wurde, droht Gefahr für die Stabilität der Strecke.
Die Folge: Vollbremsung für die Bahn! Um ein mögliches Abrutschen zu verhindern, sei das Gleis vorsichtshalber gesperrt worden, so der Sprecher weiter. Sicherheit geht vor – auch wenn das für Tausende Fahrgäste jetzt massive Einschränkungen bedeutet.

Ersatzverkehr zwischen Kremmen und Hennigsdorf
Betroffen ist der gesamte Verkehr zwischen Neuruppin und Hennigsdorf. Besonders hart trifft es Pendler auf den Linien RE6 (Prignitz-Express) und RB55. Statt Zug heißt es jetzt: umsteigen in den Bus. Zwischen Kremmen und Hennigsdorf fährt nun ein Ersatzverkehr.
Und die Arbeiten haben es in sich: Der Bahndamm muss auf rund 30 Metern komplett abgetragen werden – und zwar bis zum Tiefpunkt des Fuchsbaus. Erst danach kann das Erdreich wieder verdichtet und die Strecke neu aufgebaut werden, so Klein. Die Reparatur soll mehrere Tage dauern. Laut Bahn können sich die Einschränkungen sogar bis zum 28. Mai ziehen.
Strecke ist gerade erst wieder freigegeben
Besonders bitter: Die Strecke war gerade erst wieder frei! Der Prignitz-Express fährt erst seit Anfang Mai nach monatelangen Bauarbeiten wieder auf seiner eigentlichen Route zwischen Kremmen und Velten. Zuvor mussten die Züge über eine Ausweichstrecke über Löwenberg umgeleitet werden.




