Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag und Samstag einen Warnstreik angekündigt, der den öffentlichen Nahverkehr weitgehend lahmlegen wird. Viele Eltern fragen sich jetzt, ob und wie ihre Kinder zur Schule kommen sollen. Die Antwort fällt für Berlin und Brandenburg unterschiedlich aus.
Brandenburg hebt Präsenzpflicht für Freitag auf
In Brandenburg können Schülerinnen und Schüler am Freitag wegen des Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr notfalls zu Hause bleiben. Das Bildungsministerium teilte mit, dass die Schulen zwar geöffnet bleiben, der Warnstreik aber „die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern am Unterricht in den Schulen erschweren oder unmöglich machen“ könne.
Weiter heißt es: „Eltern entscheiden unter Berücksichtigung der örtlichen Verkehrsmöglichkeiten, ob ihren Kindern der Weg zur Schule möglich ist.“

Damit gilt: Wer den Weg zur Schule nicht schafft, bleibt entschuldigt, sofern die Schule rechtzeitig informiert wird. Lehrkräfte sollen betroffenen Schülerinnen und Schülern Aufgaben für Freitag bereitstellen. Außerdem können Schulen nach ihren Möglichkeiten auch Distanzunterricht organisieren, sodass Heimunterricht an diesem Tag möglich ist.
Berlin hält an der Präsenzpflicht fest – mit Ausnahmen
In Berlin hingegen bleibt die Präsenzpflicht bestehen, obwohl am Freitag weder Bus noch Tram noch U-Bahn fährt. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie informierte am Donnerstag in einem Rundschreiben, dass es keine pauschale Aufhebung geben werde.
Dennoch können in einzelnen Fällen Schülerinnen und Schüler vom Unterricht fernbleiben, wenn sie auf die BVG angewiesen sind und keine andere Beförderungsmöglichkeit haben. Ob das Fernbleiben entschuldigt wird, entscheidet die jeweilige Schule.

Für betroffene Berliner Schülerinnen und Schüler können Aufgaben bereitgestellt oder andere Lernangebote ermöglicht werden. Auszubildende dürfen stattdessen auch in ihren Betrieb gehen.


