Verheerender Wohnungsbrand

Brand in Neukölln: Vier Bewohner gerettet – einer kämpft um sein Leben

Die Feuerwehr ist mit über 100 Einsatzkräften vor Ort und kämpft gegen die Flammen im Hinterhaus. Mehrere Bewohner werden aus dem brennenden Gebäude gerettet.

Author - Tobias Esters
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Flammen schlagen aus dem Hinterhaus in der Sanderstraße: Die Feuerwehr kämpft mit einem Großaufgebot gegen das Feuer im dritten Obergeschoss.
Flammen schlagen aus dem Hinterhaus in der Sanderstraße: Die Feuerwehr kämpft mit einem Großaufgebot gegen das Feuer im dritten Obergeschoss.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Flammen-Drama in Berlin Neukölln! Am Donnerstagabend bricht in einem Hinterhaus in der Sanderstraße ein verheerender Brand aus. Eine Wohnung im dritten Obergeschoss steht im Vollbrand, Flammen schlagen aus den Fenstern und greifen sogar auf die Dachkonstruktion über. Dichter Rauch zieht durch das Treppenhaus – Lebensgefahr für die Bewohner!

Vier Bewohner gerettet – einer schwebt in Lebensgefahr

Als die ersten Einsatzkräfte eintreffen, bestätigt sich das schlimme Ausmaß sofort. Während die Feuerwehr mit Hochdruck die Brandbekämpfung einleitet, beginnt parallel die Suche nach Menschen im Gebäude. Vier Bewohner können direkt in Sicherheit gebracht werden – doch für einen von ihnen ist die Lage dramatisch: Mit lebensgefährlichen Verletzungen wird er nach notärztlicher Versorgung in eine Spezialklinik gebracht. Eine weitere Person wird leicht verletzt.

Zunächst herrscht große Ungewissheit. Weil von deutlich mehr Betroffenen ausgegangen wird, löst die Feuerwehr sogar Alarm wegen eines möglichen „Massenanfalls von Verletzten“ aus. Doch diese Befürchtung bestätigt sich glücklicherweise nicht. Vier weitere Bewohner werden untersucht, bleiben aber unverletzt.

<a href="https://www.berliner-kurier.de/berlin/alarm-in-neukoelln-schuesse-gehoert-polizei-durchkaemmt-hasenheide-li.10026356">Blaulicht-Alarm in Neukölln: Zahlreiche Einsatzkräfte sichern</a> die Straße, während im Hintergrund das Feuer bekämpft wird.
Blaulicht-Alarm in Neukölln: Zahlreiche Einsatzkräfte sichern die Straße, während im Hintergrund das Feuer bekämpft wird.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Unter schwerem Atemschutz kämpfen sich die Einsatzkräfte durch das Gebäude. Mit vier Strahlrohren gehen sie im Inneren gegen die Flammen vor. Mehrere Wohnungen müssen gewaltsam geöffnet und kontrolliert werden, weil sich der Rauch im gesamten Treppenhaus ausgebreitet hat.

Insgesamt kommen 33 Atemschutzgeräte sowie ein Drucklüfter zur Entrauchung zum Einsatz. Sogar ein spezieller Hygiene-Wagen wird benötigt, um verschmutzte Einsatzkleidung zu tauschen.

Für die evakuierten Bewohner stehen zwischenzeitlich Busse bereit, um sie zu betreuen. Gleichzeitig wird das Gebäude aus Sicherheitsgründen komplett von Strom und Gas getrennt. Nachdem die Flammen gelöscht sind, übernimmt die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache.

Erneuter Brand in der Nacht

Doch die Nacht ist noch nicht vorbei: Um 1.21 Uhr wird die Feuerwehr erneut alarmiert – wieder brennt es im selben Gebäude! Die Einsatzkräfte greifen sofort ein und können das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Dabei verletzte sich allerdings ein Feuerwehrmann leicht am Bein und muss vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden.

Insgesamt waren 118 Einsatzkräfte am Abend und weitere 95 in der Nacht im Einsatz. Um den Schutz in der Stadt aufrechtzuerhalten, wurden zusätzlich acht Freiwillige Feuerwehren alarmiert.