Es ist schon fast ein Dauerthema in der Stadt. Am Freitagnachmittag fiel in Teilen des Berliner Westens plötzlich der Strom aus. Betroffen waren nach Angaben von Stromnetz Berlin vor allem Haushalte und Gewerbekunden in Charlottenburg, Grunewald und Westend.
Störung sollte bis 18 Uhr wieder behoben sein
Bei den meisten Kunden sei die Versorgung jedoch schnell wiederhergestellt worden, sagte ein Sprecher des Netzbetreibers. Demnach sollte die Störung bis 18 Uhr komplett behoben sein.
Etwa 4500 Haushalte und 300 Gewerbekunden betroffen
Insgesamt waren rund 4.500 Haushalte und etwa 300 Gewerbekunden betroffen. Ursache waren Probleme in zwei Umspannwerken – ausgelöst durch einen kaputten Schalter.
Begonnen hatte die Störung kurz vor 16 Uhr. Etwa eine Stunde später waren laut Stromnetz Berlin noch rund 1.000 von 4.500 Haushalten ohne Versorgung. Fünf Teams des Netzbetreibers arbeiteten zu diesem Zeitpunkt an der Reparatur.
In diesen Gegenden geht in Berlin das Licht aus
Auf der offiziellen Störungsseite von Stromnetz Berlin wurden für den Nachmittag mehrere betroffene Bereiche im Berliner Westen genannt, unter anderem rund um Am Postfenn, Havelchaussee, Glockenturmstraße, Heerstraße und weitere Straßenzüge in Grunewald und Westend. Auch dort war als voraussichtlicher Zeitpunkt für die Wiederversorgung 18 Uhr angegeben.

Der neuerliche Stromausfall in Berlin weckt sofort Erinnerungen, liegt doch der große Blackout im Südwesten der Stadt erst wenige Monate zurück. Anfang Januar waren nach einem Brand an einer Kabelbrücke nahe des Kraftwerks Lichterfelde in Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde rund 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden betroffen. Die Schäden an mehreren Kabeln führten damals dazu, dass die Versorgung nur schrittweise wiederhergestellt werden konnte.
Tagelange Folgen nach großem Blackout im Januar
Die Folgen des tagelangen Ausfalls waren gravierend: Betroffen waren nicht nur Anwohner und Geschäfte, sondern auch Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen und Kitas. Teilweise fielen Ampeln, Telefon- und Internetverbindungen sowie die Stromversorgung an Infrastrukturpunkten aus. Zudem mussten Ersatzlösungen und Notunterkünfte organisiert werden.


