Der Winter steckt den Berlinern noch in den Knochen, denn die Glatteis-Lage in der Stadt war wirklich unerträglich. Auf mal mehr und mal weniger gestreuten Gehwegen schlitterten viele durch den Alltag. Und jetzt sollen die Menschen in der Hauptstadt auch noch helfen, die Streusplitt-Reste zu beseitigen! Die BSR bittet um Unterstützung – und gibt Tipps für die richtige Entsorgung.
BSR ruft um Hilfe: Berliner, helft uns fegen!
Die Verwendung von Streusalz war erst erlaubt, wurde dann wieder verboten – und das mitten in der Glätte-Saison. Die Folge: Splitt blieb das Mittel der Wahl im Kampf gegen die heftige Glätte. Doch das hat Folgen: Eis und Schnee sind jetzt verschwunden – und überall liegt der Splitt auf den Gehwegen.
Die Berliner Stadtreinigung bittet deshalb jetzt um Unterstützung. „Wir hoffen, dass es viele Bürger gibt, die mit anpacken“, sagte der Leiter der BSR-Straßenreinigung, Axel Koller. Nach dem Winter ist also gern gesehen, wenn der eine oder andere Berliner mit Besen und Schaufel gegen die Mini-Steinchen kämpft. Das Ziel: die Stadt soll möglichst schnell von den Resten des Winters befreit werden.

Aber wie bekommt man die Gehwege schnell wieder sauber – und wie entsorgt man ihn richtig? Die BSR rät: Wer Streusplitt zusammenfegt, kann kleinere Mengen bis zu zehn Litern in einer Tüte in die Restmülltonne werfen. Wichtig sei, darauf zu achten, dass die Tonne von den BSR-Mitarbeitern noch bewegt werden muss und deshalb nicht zu schwer werden darf. Also: Bitte nicht überfüllen!
Splitt kann auch bei der BSR abgegeben werden
Größere Mengen können bei den 14 Recyclinghöfen der BSR abgegeben werden – und das sogar kostenlos. Es reicht aber auch, den Splitt am Wegesrand zu kleinen Häufchen zusammenzukehren. Die werden dann von der BSR entfernt. Wer auf diese Weise helfen will, sollte aber darauf achten, dass der Splitt nicht in die Straßenkante oder in den Gully gefegt wird. Und: Bitte nicht bei der BSR anrufen, um die Splitthäufchen zu melden!

Splitt kehren? Bitte nicht bei der BSR anrufen!
„Uns ist nicht geholfen, wenn wir ständig angerufen und gefragt werden: Wann seid ihr bei mir?“, stellt der BSR-Chef klar. „Wir können mit 2.400 Mitarbeitern nicht überall zeitgleich sein.“ Der Splitt, der eingesammelt wird, wird übrigens nicht noch einmal verwendet. Der Grund: Der Streusplitt ist scharfkantig – sobald Fußgänger darauf laufen, wird er stumpf und verliert seine Wirkung. Und was wird dann aus den Steinchen? „Er wird gereinigt und im Straßenbau als Baumaterial verwendet“, verrät der BSR-Chef.




