Henrike Naumann war eine international gefeierte Größe in der Installationskunst. Erst vor wenigen Monaten war sie als Mitgestalterin des Deutschen Pavillons auf der Kunstbiennale 2026 in Venedig ausgewählt worden. Nun ist sie nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben.
Henrike Naumanns Krebs wurde zu spät entdeckt
Die 1984 in Zwickau geborene Künstlerin sei „nach einer viel zu spät diagnostizierten Krebserkrankung“ im Kreis von Familie und Freunden in Berlin gestorben, teilt ihre Familie mit. Naumann lebte zuletzt in der Hauptstadtregion.
Das für den Deutschen Pavillon zuständige Institut für Auslandsbeziehungen bestätigt den Tod der 41-Jährigen. Ihr Tod hinterlasse eine „schmerzhafte Lücke“. „Mit Henrike Naumann verlieren wir nicht nur eine bedeutende Vertreterin der deutschen Gegenwartskunst, sondern auch eine warmherzige, wache und hoch engagierte Persönlichkeit.“
Ihre Arbeit ist trotzdem bei der Kunstbiennale zu sehen
Naumann und die vietnamesisch-deutsche Künstlerin Sung Tieu waren im vergangenen Jahr als Gestalterinnen des Deutschen Pavillons bei der Kunstbiennale 2026 in Venedig ausgewählt worden, die vom 9. Mai bis 22. November geplant ist. Die Kunstbiennale gilt neben der documenta in Kassel als wichtigste Präsentation zeitgenössischer Kunst.

Es sei Naumann wichtig gewesen und auch gelungen, die Arbeit für die Ausstellung vor ihrem Tod konzeptionell zu vollenden und fertigzustellen, damit sie gemäß ihrer künstlerischen Vision umgesetzt werden könne, hieß es.
Kunst mit Möbeln und Ostalgie
In ihrer künstlerischen Arbeit hatte Naumann Möbel und Design benutzt, um über Gesellschaft und Politik zu sprechen. Dafür war sie vielfach ausgezeichnet und mit Ausstellungen auf der ganzen Welt geehrt worden. Ihre Werke sind unter anderem Teil der Wanderausstellung „EVROVIZION“.



