Berlins neue Riesen-Tram muss noch warten! Am 16. Februar sollte der Urbanliner erstmals regulär durch die Stadt fahren und auf der Linie M4 Fahrgäste befördern. Doch daraus wird vorerst nichts. Die BVG hat die Premierenfahrt verschoben. Grund dafür sind noch offene technische Prüfungen, die im Genehmigungsprozess aufgefallen sind. Auf der Zielgeraden habe sich gezeigt, dass weitere Nachberechnungen und Kontrollen nötig seien, teilte das Unternehmen mit.
Letzte Prüfungen vor der Zulassung
In den vergangenen Monaten sei mit großem Einsatz daran gearbeitet worden, den Starttermin einzuhalten. Nun gehe es darum, gemeinsam mit der zuständigen Aufsichtsbehörde alle offenen Punkte sorgfältig zu klären. Der Prüf- und Abnahmeprozess neuer Fahrzeuge sei besonders anspruchsvoll, betont die BVG. Sicherheit und Zuverlässigkeit für die Fahrgäste hätten oberste Priorität. Erst wenn alle Anforderungen erfüllt seien, könne die neue Bahn in den regulären Betrieb gehen.
Für die Berliner soll sich durch die Verschiebung zunächst nichts ändern. Auf der stark frequentierten Linie M4 sind weiterhin moderne und barrierefreie Straßenbahnen unterwegs. Die BVG betont, dass der Betrieb stabil und zuverlässig weiterläuft.

Der neue Tram-Riese ist deutlich größer als frühere Modelle. Mit fast 51 Metern Länge gehört er zu den längsten Straßenbahnen in Deutschland. In einem Zug finden mehr als 300 Menschen Platz. Damit kann der Urbanliner deutlich mehr Fahrgäste befördern als ältere Fahrzeuge und soll helfen, volle Bahnen und überfüllte Bahnsteige zu vermeiden. Gerade auf stark genutzten Strecken wird er deshalb mit großen Erwartungen verbunden.
Auch technisch setzt die Bahn Maßstäbe. Mehrere leistungsstarke Motoren sorgen dafür, dass das schwere Fahrzeug zuverlässig durch die Stadt fahren kann. Trotz seines hohen Gewichts soll der Urbanliner leise, energiesparend und komfortabel unterwegs sein.
Verstärkung für den Nahverkehr
Insgesamt hat die BVG 65 dieser neuen Straßenbahnen bestellt. Sie sollen schrittweise in den Betrieb gehen und das Angebot im Berliner Nahverkehr verbessern. Ziel ist es, mehr Menschen zu transportieren, die Pünktlichkeit zu erhöhen und den Fahrgästen mehr Platz und Bequemlichkeit zu bieten.



