Die Berliner Schauspielerin Luna Jordan ist tot – und die Filmstadt steht unter Schock. Wie ihre Agentur Players am Montag unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb die 24‑Jährige bereits am 13. Mai „plötzlich und unerwartet“. Zur Todesursache gibt es bislang keine Angaben.
Jordan längst ein Name in der Hauptstadt
Jordan war eines der großen jungen Gesichter aus Berlin in Film und Serie. Noch im März stand sie für den „Polizeiruf 110“ vor der Kamera, vielen Zuschauern wurde sie durch die ARD-Serie „Jenseits der Spree“ an der Seite von Jürgen Vogel bekannt. In ihrer Heimatstadt hatte sie sich längst einen Namen gemacht.
Ehrung mit dem Österreichischen Filmpreis
Auch international versprach ihre Karriere den nächsten Schritt: Zuletzt arbeitete sie an der neuen Serie „Hamburg Days“, die die frühen Jahre der Beatles beleuchtet. Darin sollte sie die Fotografin und Künstlerin Astrid Kirchherr spielen.
Jordan war mehr als ein aufstrebender Star. Für ihre Rolle im Drama „Fuchs im Bau“ wurde sie 2022 mit dem Österreichischen Filmpreis als beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet. Ihre Dankesrede nutzte sie für klare Worte über sexualisierten Missbrauch in der Film- und Theaterbranche – ein Thema, das ihr wichtig war.

Rollen können in jungen Jahren belastend sein
Auch im Fernsehen sprach sie offen über die Schattenseiten des Berufs: In der NDR-Doku „Kinderschauspieler – Der Preis des Erfolgs“ berichtete sie, wie belastend Rollen in jungen Jahren sein können.
In Produktionen wie „Run Me Wild“ und der Coming-of-Age-Serie „Euphorie“ zeigte sie ihre Vielseitigkeit. Die Serie basiert auf einem israelischen Format, das später in den USA als „Euphoria“ mit Zendaya zum globalen Hit wurde.
Berlin verliert ein junges und hoffnungsvolles Talent
Mit Luna Jordan verliert Berlin nicht nur ein Talent – sondern eine Stimme einer jungen Generation von Schauspielern. Eine Karriere, die gerade erst richtig Fahrt aufnahm, ist viel zu früh zu Ende gegangen.


