In Lichtenberg nähert sich eines der größten Wohnungsprojekte Berlins der Fertigstellung. An der Landsberger Allee 341-343 in Alt-Hohenschönhausen (Lichtenberg) setzt die Gewobag auf Modulbau – schnell, günstig, massiv. Jetzt wurde das letzte von 3000 Modulen gestapelt. Bis 2026/27 entstehen 1548 Wohnungen. Viele davon für Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen. So teuer sind die Mieten.
Fertigteile aus Fürstenwalde
An der Ecke Landsberger Allee/Ferdinand‑Schultze‑Straße herrschte vor wenigen Tagen Hochbetrieb. Die Gewobag feierte dort. Nicht das Richt-, sondern das Stapelfest. Denn auf dieser Baustelle werden die Wohnungen gestapelt. Das letzte von rund 3000 Modulen sitzt nun. Ein Meilenstein für eines der größten Neubauprojekte Berlins.
Bis Ende diesen, Anfang nächsten Jahres entstehen 1548 Wohnungen. 1316 davon sind mietpreis- und belegungsgebunden. Rund 85 Prozent werden über die soziale Wohnraumförderung finanziert.
Der Bau läuft im Modulprinzip. Vier Gebäuderiegel, sieben bis acht Geschosse hoch. Die Elemente werden wie Bausteine gestapelt. Das spart Zeit. Rund 50 Prozent schneller als herkömmlich. Ein Hauch DDR‑Plattenbau – nur moderner. WBS 70 lässt grüßen.
Die Module kommen aus dem Daiwa‑Werk in Fürstenwalde. Industriell vorgefertigt. Sanitär, Heizung, Wasser – alles drin. Auf der Baustelle wird nur noch verbunden und montiert. Das beschleunigt Abläufe und reduziert Fehlerquellen.
Mieten zwischen 7 und 11,50 Euro pro Quadratmeter
Das Projekt gilt als größtes Modulbauvorhaben im europäischen Wohnungsbau. Die Raumeinheiten wurden vor Ort gestapelt und zu kompletten Wohnungen verbunden. Die Größen variieren – vom Einzimmerapartment bis zur Fünfzimmerwohnung.
An der Landsberger Allee 341–343 entstehen vier Riegel mit gemeinsamer Grünanlage. Dazu eine Kita mit 92 Plätzen, ein Netto‑Markt und 15 Gewerbeeinheiten. Die Wohnungsaufteilung: 776 Einzimmerwohnungen, 476 Zweizimmerwohnungen, 233 Dreizimmerwohnungen, 27 Vierzimmerwohnungen und 36 Fünfzimmerwohnungen.
Eine Tiefgarage bietet 338 Stellplätze. Eine neue Quartierstraße verbindet die Gebäude.

Die Gewobag rechnet mit Nettokaltmieten zwischen 7 und 11,50 Euro pro Quadratmeter. Interessenten können sich bereits melden. Die Warmmieten: Einzimmer-Wohnungen ab 254 Euro (WBS 100/140) bzw. 307 Euro (WBS 160 bis 220), Zweizimmer-Wohnungen ab 427 bzw. 517 Euro, Dreizimmer-Wohnungen ab 707 bzw. 786 Euro und Vierzimmer-Wohnungen ab 1026 bzw. 1241 Euro.


