1316 WBS-Wohnungen

Ab 254 Euro! So teuer werden Lichtenbergs neue Plattenbauten

Im Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen entsteht Europas größtes Modulbau‑Quartier: 1548 Wohnungen, viele davon mit WBS. Schneller Bau, faire Mieten.

Author - Stefan Henseke
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Fertig gestapelt: So sieht die Fassade eines im Bau befindlichen Wohnblocks in der Landsberger Allee. Enstanden sind die Häuser in Stapelbauweise.
Fertig gestapelt: So sieht die Fassade eines im Bau befindlichen Wohnblocks in der Landsberger Allee. Enstanden sind die Häuser in Stapelbauweise.Jens Kalaene/dpa

In Lichtenberg nähert  sich eines der größten Wohnungsprojekte Berlins der Fertigstellung. An der Landsberger Allee 341-343 in Alt-Hohenschönhausen (Lichtenberg) setzt die Gewobag auf Modulbau – schnell, günstig, massiv. Jetzt wurde das letzte von 3000 Modulen gestapelt. Bis 2026/27 entstehen 1548 Wohnungen. Viele davon für Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen. So teuer sind die Mieten.

Fertigteile aus Fürstenwalde

An der Ecke Landsberger Allee/Ferdinand‑Schultze‑Straße herrschte vor wenigen Tagen Hochbetrieb. Die Gewobag feierte dort. Nicht das Richt-, sondern das Stapelfest. Denn auf dieser Baustelle werden die Wohnungen gestapelt. Das letzte von rund 3000 Modulen sitzt nun. Ein Meilenstein für eines der größten Neubauprojekte Berlins.

Bis Ende diesen, Anfang nächsten Jahres entstehen 1548 Wohnungen. 1316 davon sind mietpreis- und belegungsgebunden. Rund 85 Prozent werden über die soziale Wohnraumförderung finanziert.

Der Bau läuft im Modulprinzip. Vier Gebäuderiegel, sieben bis acht Geschosse hoch. Die Elemente werden wie Bausteine gestapelt. Das spart Zeit. Rund 50 Prozent schneller als herkömmlich. Ein Hauch DDR‑Plattenbau – nur moderner. WBS 70 lässt grüßen.

Die Module kommen aus dem Daiwa‑Werk in Fürstenwalde. Industriell vorgefertigt. Sanitär, Heizung, Wasser – alles drin. Auf der Baustelle wird nur noch verbunden und montiert. Das beschleunigt Abläufe und reduziert Fehlerquellen.

Mieten zwischen 7 und 11,50 Euro pro Quadratmeter

Das Projekt gilt als größtes Modulbauvorhaben im europäischen Wohnungsbau. Die Raumeinheiten wurden vor Ort gestapelt und zu kompletten Wohnungen verbunden. Die Größen variieren – vom Einzimmerapartment bis zur Fünfzimmerwohnung.

An der Landsberger Allee 341–343 entstehen vier Riegel mit gemeinsamer Grünanlage. Dazu eine Kita mit 92 Plätzen, ein Netto‑Markt und 15 Gewerbeeinheiten. Die Wohnungsaufteilung: 776 Einzimmerwohnungen, 476 Zweizimmerwohnungen, 233 Dreizimmerwohnungen, 27 Vierzimmerwohnungen und 36 Fünfzimmerwohnungen.

Eine Tiefgarage bietet 338 Stellplätze. Eine neue Quartierstraße verbindet die Gebäude.

Bis Ende diesen, Anfang nächsten Jahres entstehen hier 1548 Wohnungen. 1316 davon sind mietpreis- und belegungsgebunden. Rund 85 Prozent werden über die soziale Wohnraumförderung finanziert.
Bis Ende diesen, Anfang nächsten Jahres entstehen hier 1548 Wohnungen. 1316 davon sind mietpreis- und belegungsgebunden. Rund 85 Prozent werden über die soziale Wohnraumförderung finanziert.Marcus Fehse/Gewobag

Die Gewobag rechnet mit Nettokaltmieten zwischen 7 und 11,50 Euro pro Quadratmeter. Interessenten können sich bereits melden. Die Warmmieten: Einzimmer-Wohnungen ab 254 Euro (WBS 100/140) bzw. 307 Euro (WBS 160 bis 220), Zweizimmer-Wohnungen ab 427 bzw. 517 Euro,  Dreizimmer-Wohnungen ab 707 bzw. 786 Euro und Vierzimmer-Wohnungen ab 1026 bzw. 1241 Euro.

Der neue WBS 220 öffne vielen Familien die Tür

Für Gewobag‑Vorstand Markus Terboven ist das Projekt ein Signal: „Wir schaffen bezahlbaren Wohnraum – besonders für Lichtenberg.“ Über 1300 geförderte Wohnungen seien ein starkes Angebot für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen. Der neue WBS 220 öffne vielen Familien die Tür. „Auch mit 3300 Euro Nettoeinkommen kann sich ein Zwei‑Personen‑Haushalt eine 2‑Raum‑Wohnung für 860 Euro leisten.“

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