In Berlin fehlen bis zu 100.000 Wohnungen. Zwar steigt die Zahl der Baugenehmigungen wieder an, aber vor allem im Segment der geförderten, für alle bezahlbaren Wohnungen klafft eine riesige Lücke. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften haben im vergangenen Jahr nur 4700 neue Wohnungen gebaut – in diesem Jahr sollen es immerhin rund 7000 werden. Wo gebaut wird, wie teuer die Wohnungen sind und welche Neubauten schon in der Vermietung sind.
Gewobag: Europas größtes Modulbau-Quartier wächst rasant
Gewobag: An der Landsberger Allee 341–343 in Alt-Hohenschönhausen (Lichtenberg) entsteht gerade Europas größtes Modulbau-Quartier. 1548 Wohnungen, über 1300 davon im preiswerten Segment mit WBS. Zusammengesetzt aus Modulen erinnert die schnelle Bauweise an Plattenbauten aus der DDR. Die Gewobag rechnet mit Nettokaltmieten zwischen 7 und 11,50 Euro pro Quadratmeter.
Die Wohnanlage am Mühlenberg, nur wenige Meter vom Rathaus Schöneberg entfernt, wird verdichtet. Hier werden gerade drei neue Hochhäuser (8 bis 12 Etagen) mit 120 Wohnungen gebaut – 60 Zwei-Zimmer-Wohnungen, 44 Drei-Zimmer-Wohnungen und 16 Vier-Zimmer-Wohnungen. Noch in diesem Jahr soll alles fertig werden. Die Mieten starten bei 311 Euro kalt bzw. 527 Euro warm (WBS 100 bis 140) für eine Zwei-Zimmer-Wohnung.
Stadt und Land: Neue Wohnungen in Niederschöneweide und Karlshorst
Stand und Land: Bis Ende 2026 entstehen 30 neue Wohnungen in der Johanna-Tesch-Straße in Niederschöneweide (Treptow-Köpenick), die Hälfte davon wird mit WBS vermietet. 234 geförderte Mietwohnungen sollen bis 2027 in Karlshorst (Walkürenstraße) fertig werden.

Zwei Wohngebäude in Kaulsdorf (Lily-Braun-Straße 13 und 15) wurden bereits im März fertig. Drei Wohnungen sind gerade in der Vermietung – darunter eine 1-Zimmer-Wohnung (46,52 Quadratmeter), für die ein WBS 100 erforderlich ist. Die Wohnung in der fünften Etage mit Balkon und Aufzug kostet kalt 325,64 Euro, warm 474,50 Euro.
Howoge: Großprojekt in Altglienicke kurz vor Fertigstellung
Howoge: 553 Wohnungen werden im Wohnquartier Anne-Frank-Straße in Altglienicke gebaut. Die ersten Häuser wurden bereits im Juli vergangenen Jahres fertiggestellt, der Rest soll im September übergeben werden. Im Norden grenzt der Stadtteil an die Wissenschaftsstadt Adlershof, im Süden an das Land Brandenburg.
Die zur Zeit preiswerteste Wohnung im Angebot: eine 1-Zimmer-Wohnung mit 33 Quadratmetern für 358,20 Euro warm (WBS 100 oder 140), ohne WBS im gleichen Haus für 576 Euro warm. Die Mietpreise für Zwei-Zimmer-Wohnungen (WBS 100 oder 140) starten zurzeit bei 535 Euro warm für 50 Quadratmeter.
Gesobau: Neue Wohnungen in Hellersdorf und Pankow
Gesobau: Im Cecilien-Carré (Hellerdorf), in der Nähe der Gärten der Welt, entstehen insgesamt 272 Wohnungen, bis Ende dieses Jahres sollen davon 128 fertig sein. Zwischen zwei und fünf Zimmer groß. Insgesamt 162 Wohnungen davon werden mit WBS vermietet. Nettokaltmiete: ab 7 Euro pro Quadratmeter.

Bis zum Sommer werden zwei Neubauten am Hamburger Platz in Pankow fertig – mit 123 Wohnungen. Dazu kommen weitere 62 Wohnungen, die durch Aufstockungen von Altgebäuden entstehen. Dreiviertel der Wohnungen werden als geförderte Wohnungen zu Nettokaltmieten ab 7 Euro pro Quadratmeter vermietet.
Degewo: Wohnen über dem Aldi-Markt in Lichtenberg
Degewo: In der Lichtenberger Sewanstraße 259 wohnt man künftig über einem Aldi-Markt. Degewo spricht von 136 bezahlbaren Wohnungen für Familien, Paare und Singles, die hier in den kommenden Wochen fertig werden. 48 davon werden mit WBS vermietet und kosten ab 6,80 Euro pro Quadratmeter kalt.



