Es begann mit einem Bar-Besuch in Hellersdorf. Der Azubi (20) war nach einem Spätdienst mit einem Bekannten unterwegs. Sie gingen noch in eine Bar, spielten an Automaten, plauderten mit anderen Gästen.
Der Azubi wurde nach dem Diebstahl seiner EC-Karte zu einer Geldabhebung gezwungen
Als der Azubi bald müde nach Hause ging, ahnte er nichts vom Gerede über ihn: „Ein Junge, der viel Geld auf dem Konto hat.“ Und er hatte noch nicht bemerkt, dass seine EC-Karte nicht mehr in seiner Tasche steckte. Kurz nach Mitternacht erhielt der Lehrling einen Anruf. Es folgten eineinhalb Stunden Angst und Erpressung.
Ein Jahr später sitzt Azubi A. den mutmaßlichen Tätern im Gerichtssaal gegenüber: John M. (19), der bei Polizei und Justiz als Intensivtäter gilt, sowie Amsat D. (24) und Alshan T. (24). Nach einem Diebstahl der EC-Karte von A. soll D. den Azubi unter üblen Drohungen dazu gebracht haben, mit ihm zum Geldautomaten zu marschieren. T. und D. sollen in einem Auto gewartet haben, um M. notfalls zu unterstützen.
Opfer kannte einen der Täter seit drei Monaten
Wer streute das Gerücht von einem reichen Azubi? A. kann es sich nicht erklären. War es möglicherweise sein damaliger Begleiter? Der Lehrling als Zeuge im Prozess: „Ich kannte ihn etwa drei Monate, hatte Vertrauen zu ihm. Das aber ist jetzt weg. Er war auch ein Bekannter von John.“




