Regen oder Sonnenschein

Alexius-Tag 2026: Diese Bauernregel sagt das Sommer-Finale voraus

Nach kühlen Tagen könnte der Sommer bald wieder voll aufdrehen. Drohen in Deutschland Temperaturen bis 42 Grad?

Author - Stefan Doerr
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Bleibt das Regenwetter oder kommt eine neue Hitzewelle?
Bleibt das Regenwetter oder kommt eine neue Hitzewelle?Robert Michael

Was ist bloß mit diesem Sommer los? Erst Hitzewellen mit teils rekordverdächtigen Temperaturen, dann heftige Gewitter, Starkregen und Hagel mitten im Juli. Das Wetter fährt 2026 Achterbahn und viele Berliner fragen sich: Was kommt als Nächstes?

Bauernregel spricht für regnerische Tage

Wer auf alte Bauernregeln setzt, könnte heute am 17. Juli zumindest einen Hinweis finden. Denn dieser Tag gilt seit Jahrhunderten als sogenannter Alexius-Tag und war für Bauern einst ein wichtiger Wetteranzeiger.

Der 17. Juli ist dem heiligen Alexius von Edessa gewidmet, einem christlichen Asketen der Spätantike. Sein Gedenktag spielte in der ländlichen Tradition eine besondere Rolle. Die Menschen beobachteten genau, ob es regnete oder die Sonne schien. Denn sie glaubten, daraus Rückschlüsse auf die Ernte und den weiteren Sommerverlauf ziehen zu können.

Die bekannteste Bauernregel zum Alexius-Tag lautet: „Wenn‘s an Alexius regnet, ist die Ernt‘ und Frucht gesegnet.“ Regen im Juli galt demnach als gutes Zeichen für Felder und Gärten.

Mit den Hundstagen könnte der Sommer wieder Rekord-Temperaturen bringen.
Mit den Hundstagen könnte der Sommer wieder Rekord-Temperaturen bringen.Christoph Soeder/dpa

Nach weiterer Überlieferung musste der Bauer bei einem verregneten Alexius-Tag sogar bis zum Annatag am 26. Juli mit schlechtem Wetter rechnen und besser im Haus bleiben. Schien dagegen die Sonne, sollten größere Wetterkapriolen erst wieder Mitte August drohen.

Müssen wir jetzt wegen des Regens am 17. Juli auf eine längere Regenzeit einstellen? Wie viel Wahrheit steckt in solchen Wetterweisheiten? Tatsächlich beruhen viele Bauernregeln auf langfristigen Beobachtungen und enthalten oft einen statistischen Kern. Meteorologen warnen allerdings davor, das Wetter eines einzelnen Tages als verlässliche Vorhersage für die kommenden Wochen zu deuten.

Kühle Verschnaufpause bis zu den Hundstagen

Während die Bauernregel also eher auf Regen blickt, haben Wetterexperten etwas ganz anderes im Auge: die nächste Hitzewelle. Zwar bleibt es in den nächsten Tagen vergleichsweise kühl. Am Montag sollen die Temperaturen in Berlin auf höchstens 18 Grad steigen. Doch das könnte nur eine kurze Verschnaufpause sein.

Denn schon Ende Juli beginnt die Zeit der sogenannten Hundstage. Zwischen dem 23. Juli und dem 23. August wird häufig die heißeste Phase des Jahres registriert. Dann sind Temperaturen von deutlich über 30 Grad keine Seltenheit.

Wetterexperte Dominik Jung von Wetter.net hält deshalb eine neue Hitzewelle für möglich. Sollte sich über Mitteleuropa eine stabile Omega-Lage festsetzen und heiße Luft aus der Sahara nach Deutschland strömen, könnten die Temperaturen vor allem im Westen und Südwesten wieder extrem ansteigen. Werte von 38, 39 oder sogar bis zu 42 Grad seien dann denkbar.

Ob die alte Bauernregel also recht behält oder der Sommer noch einmal seine glühend heiße Seite zeigt, bleibt spannend.