Was ist bloß mit diesem Sommer los? Erst Hitzewellen mit teils rekordverdächtigen Temperaturen, dann heftige Gewitter, Starkregen und Hagel mitten im Juli. Das Wetter fährt 2026 Achterbahn und viele Berliner fragen sich: Was kommt als Nächstes?
Bauernregel spricht für regnerische Tage
Wer auf alte Bauernregeln setzt, könnte heute am 17. Juli zumindest einen Hinweis finden. Denn dieser Tag gilt seit Jahrhunderten als sogenannter Alexius-Tag und war für Bauern einst ein wichtiger Wetteranzeiger.
Der 17. Juli ist dem heiligen Alexius von Edessa gewidmet, einem christlichen Asketen der Spätantike. Sein Gedenktag spielte in der ländlichen Tradition eine besondere Rolle. Die Menschen beobachteten genau, ob es regnete oder die Sonne schien. Denn sie glaubten, daraus Rückschlüsse auf die Ernte und den weiteren Sommerverlauf ziehen zu können.
Die bekannteste Bauernregel zum Alexius-Tag lautet: „Wenn‘s an Alexius regnet, ist die Ernt‘ und Frucht gesegnet.“ Regen im Juli galt demnach als gutes Zeichen für Felder und Gärten.

Nach weiterer Überlieferung musste der Bauer bei einem verregneten Alexius-Tag sogar bis zum Annatag am 26. Juli mit schlechtem Wetter rechnen und besser im Haus bleiben. Schien dagegen die Sonne, sollten größere Wetterkapriolen erst wieder Mitte August drohen.
Müssen wir jetzt wegen des Regens am 17. Juli auf eine längere Regenzeit einstellen? Wie viel Wahrheit steckt in solchen Wetterweisheiten? Tatsächlich beruhen viele Bauernregeln auf langfristigen Beobachtungen und enthalten oft einen statistischen Kern. Meteorologen warnen allerdings davor, das Wetter eines einzelnen Tages als verlässliche Vorhersage für die kommenden Wochen zu deuten.
Kühle Verschnaufpause bis zu den Hundstagen
Während die Bauernregel also eher auf Regen blickt, haben Wetterexperten etwas ganz anderes im Auge: die nächste Hitzewelle. Zwar bleibt es in den nächsten Tagen vergleichsweise kühl. Am Montag sollen die Temperaturen in Berlin auf höchstens 18 Grad steigen. Doch das könnte nur eine kurze Verschnaufpause sein.


