
Meteorologe Dominik Jung spricht von uns „erschlagenden“ Nachrichten und besonderen Niederschlagsanomalien, die auf uns zukommen. Die Vorhersagen für die Wetterlage Ende Mai und im Juni lassen jedenfalls nicht Gutes hoffen. Auch für die deutschen Landwirte. Das europäische Wettermodell senkt die Prognosen für die Niederschlagsmengen immer wieder ab.
„Wir sind schon wieder auf bestem Weg in ein neues Dürrejahr“, sagt der Experte von wetter.net. Viel Regen ist bis in die zweite Maihälfte hinein nicht in Sicht. In den meisten Prognosen wird der Mai deutlich zu trocken ausfallen. Nicht nur bei uns in Deutschland, auch bei unseren Nachbarn, sagt Dominik Jung. Das Dürreband reicht von Frankreich über die Benelux-Länder bis nach Polen.
Wetter im Juni: „Man kaum es kaum glauben“
Überall soll der Mai deutlich weniger Regen als üblich bringen. Wohl die einzige Ausnahme: der Alpenraum, teilweise auch am Alpenrand. Hier wird der Mai wohl etwas nasser ausfallen.
Schlimm für Landwirte und Hobbygärtner: Auch der Juni wird wohl nicht nasser werden. „Man kaum es kaum glauben“, erklärt Dominik Jung. „Auch der Juni soll in vielen Landesteilen deutlich zu trocken ausfallen.“ Betroffen sind all die Gebiete, wie schon im Mai unter dem ausbleibenden Regen zu leiden haben. In Westeuropa, bei uns in Deutschland und auch in Osteuropa.
Nur für den Norden, auch im Norden Deutschlands, werden eher ausgeglichene Regenmengen erwartet. Doch nach Süden hin wird es laut Dominik Jung deutlich trockener werden als normalerweise – als nach dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020 zu erwarten wäre.
Auch in den nächsten Tagen sind kaum Niederschläge zu erwarten. Viel Sonne, nur ein paar Wolken, kaum Niederschläge. Das klingt erstmal nicht schlecht. Grund: Das Hoch Riccarda bleibt uns erhalten und sorgt in den kommenden Tagen in ganz Mitteleuropa für ruhiges Wetter. Ein sogenanntes Hochdruck-Blocking hält vom Atlantik kommende Tiefs von uns fern. Die Wetterlage sei sehr eingefahren, sagt der Meteorologe.
Anders sieht es dort auch, wo man jetzt eigentlich mit Sonne rechnen würde. Ein Tief liegt über der iberischen Halbinsel, ein Tief über dem Alpenraum. „Vor allen Dingen Italien wird so richtig stark begossen werden“, erklärt Dominik Jung – mit noch mal mehr als 100 Liter pro Quadratmeter.
Muttertag wird der wärmste Tag der Woche
Und deshalb bleibt das Wetter bei uns in den nächsten Tagen fast gleich, es wird nur Stück für Stück wärmer. Heute, am Donnerstag, „mogeln sich noch ein paar Wolken dazwischen“, wie der Experte von wetter.net sagt. Es könne sogar mal hier und da im Westen und Südwesten ein paar Regentropfen geben. Die Tagestemperaturen liegen meist zwischen 12 bis maximal 17 Grad, im Osten bei 15 Grad.
Zum Wochenende hin wird es spürbar wärmer, freundlicher – bei 15 bis 21 Grad, im Osten bei 20 Grad. Die Sonne kommt mehr und mehr raus, am Sonnabend steigen die Temperaturen schon bis auf 22 Grad. Nur im Norden und Nordosten gibt es ein paar Wolkenfelder, im Süden dominiert der Sonnenschein.
Die Mütter am Muttertag können sich freuen: Der Sonntag wird der wärmste Tag der Woche. Mit noch mehr Sonnenschein. Von Nord bis Süd, von Ost bis West, wie Dominik Jung sagt. Die Temperaturen könnten sogar 15 bis 24 oder 25 Grad am Oberrhein erreichen. In der Region Berlin und Brandenburg scheint zwar auch die Sonne, die Temperaturen stoppen aber bei voraussichtlich 18 Grad ab.


