Das Wetter am Wochenende: Wenn man den Experten glaubt, könnte es in einigen Regionen durchwachsen werden. Während Berlin eine ordentliche Portion Sonne abbekommen durfte und sich nur gelegentlich ein paar Wolken ins Bild schieben, sieht es in anderen Regionen nicht ganz so schön aus. Da stören teilweise Schauer, Gewitter und heftige Sturmböen das Bild! Windgeschwindigkeiten bis zu 70 Kilometer pro Stunde, in Hochlagen sogar knapp 100 Kilometer pro Stunde wirbeln das Wochenende ordentlich durcheinander! Wir haben den großen Sturm-Fahrplan für die kommenden Tage und verraten, wo es besonders heftig wird.
Am Wochenende könnte es regional stürmisch werden
Es ist wie so oft in den vergangenen Wochen: Beim Wetter hat vor allem der Süden und Südwesten Deutschlands großes Glück. Hier können sich am Samstag und am Sonntag laut Deutschem Wetterdienst die wärmeren Luftmassen durchsetzen, während es anderswo nicht ganz so schön wird. „Ein von Island nach Südskandinavien ziehendes Tief bestimmt heute und am Wochenende mit mäßig warmer Atlantikluft das Wetter in weiten Teilen Deutschlands“, heißt es beim Deutschen Wetterdienst.
Am Wochenende kann es auch immer wieder zu Unwettern kommen. Vereinzelte Gewitter mit Sturmböen bis 75 Kilometer Pro Stunde und Hagel sind laut Warnlagebericht des DWD beispielsweise an der Ostsee und im norddeutschen Binnenland möglich. In der Nacht zum Sonntag bekommt dann auch der Nordosten Deutschlands Gewitter ab – ob auch Berlin an die Reihe kommt oder das Ungemach an der Hauptstadt vorbeizieht, wird sich zeigen. So schlimm wie in den vergangenen Wochen, als in Teilen Deutschland sogar vor Tornados gewarnt wurde, wird es am Wochenende zum Glück nicht.

In vielen Regionen ist außerdem Dauerregen angesagt, beispielsweise in der Nacht zum Samstag am Alpenrand, vom Chiemgau bis ins Berchtesgadener Land. Bis zu 30 Liter pro Quadratmeter sollen hier fallen. Und dann immer wieder Wind: Vor allem am Samstag kommt es im Tagesverlauf zu spürbar auffrischendem Wind mit steifen bis stürmischen Böen, warnt der Deutsche Wetterdienst. „Vor allem in Schauernähe sowie direkt an der Küste sind Sturmböen um 80 km/h nicht ausgeschlossen.“
Der Wind flaut in der Nacht zum Sonntag ab
In der Nacht zum Sonntag flaut der Wind dann etwas ab, allerdings kann es vor allem an der Küste und in Höhenlagen natürlich länger stürmisch bleiben. Da kann man nur hoffen, dass der Wind nicht dem einen oder anderen die Freude am Wochenende verhagelt. Beispiel Brandenburg: Sturmböen bis 70 km/h sind hier angekündigt – das wäre für die traditionelle Brandenburger Landpartie, die am Wochenende stattfindet, alles andere als toll.

Am 13. und 14. Juni öffnen unter dem Motto „Landwirtschaft hautnah“ viele Betriebe ihre Höfe, es wird mit vielen Besuchern gerechnet. Wir drücken die Daumen für richtig gutes Wetter – möglichst ohne zu viel Wind. Damit Sie wissen, wo es am Wochenende wann stürmt, ist hier der große Sturm-Fahrplan des Deutschen Wetterdienst – mit allen wichtigen Warnmeldungen für alle Bundesländer. Hier sagen wir Ihnen, wie und wo der Wind weht.
Der Sturm-Fahrplan für das ganze Wochenende
Berlin und Brandenburg: Am Samstag wiederholt Windböen um 55 km/h aus West, mit geringer Wahrscheinlichkeit auch Sturmböen bis 70 km/h. In der Nacht zum Sonntag nur anfangs noch einzelne Windböen, zudem am Samstag geringe Wahrscheinlichkeit für Gewitter mit Sturmböen bis 70 km/h.
Sachsen: Heute Abend und in der Nacht zum Samstag auf dem Fichtelberg Sturmböen bis 70 km/h aus Westen. Am Samstag einzelne Windböen um 55 km/h, in den Hochlagen vom Erzgebirge Sturmböen, vor allem auf dem Fichtelberg.
Thüringen: Am Samstag wiederholt Windböen um 55 km/h aus Westen. In den Hochlagen vom Thüringer Wald und der Rhön Sturmböen um 70 km/h.
Sachsen-Anhalt: Heute und in der Nacht zum Samstag auf dem Brocken Sturmböen um 70 km/h aus Südwest. Am Samstag wiederholt Windböen um 55 km/h aus West, mit geringer Wahrscheinlichkeit Sturmböen um 65 km/h, in den Hochlagen des Harzes teils schwere Sturmböen bis 95 km/h.
Mecklenburg-Vorpommern: In der Nacht zum Samstag an exponierten Küstenabschnitten zeitweise Windböen bis 60 km/h aus Südwest bis West. Am Samstag wiederholt Windböen, an der Küste und in Schauernähe auch Sturmböen bis 70 km/h, in der Nacht zum Sonntag nur noch an der Ostsee einzelne Wind- beziehungsweise Sturmböen und geringe Gewitterwahrscheinlichkeit mit Sturmböen.
So stürmisch wird es am Wochenende im Westen
Baden-Württemberg: Am Samstag tagsüber sind auch im Tiefland vorübergehend Windböen um 55 km/h wahrscheinlich. Der Wind kommt dabei aus West bis Nordwest.
Bayern: Bis Samstagmorgen am Bayerwald stellenweise um 30 Liter pro Quadratmeter innerhalb etwa 24 Stunden. Am Samstag tagsüber verbreitet Böen bis 60 km/h aus westlichen Richtungen, in den Kammlagen und Hochlagen stürmische Böen um 70 km/h und auf den höchsten Gipfeln später auch Sturmböen um 80 km/h.

Hessen: Am Samstag zum Mittag zunehmender Wind mit verbreitet Windböen bis 60 km/h etwa nördlich des Mains. Im Bergland vereinzelt stürmische Böen bis 70 km/h aus West bis Nordwest, am Abend nachlassender Wind.
Niedersachsen und Bremen: Ab Samstagmorgen zunächst an der Nordsee und im Tagesverlauf auch im Binnenland Windböen aus West. An der Nordsee und im Bergland zeitweise stürmische Böen um 65 km/h, am Abend im Binnenland nachlassender Wind, an der Küste weiterhin windig und teils stürmisch.




