Haben Sie das schöne Wetter am Wochenende genossen? Wir hoffen es für Sie – denn wenn man den aktuellen Wetterprognosen glaubt, liegt vor uns eine ziemlich bittere Woche. Denn seit Tagen überschlagen sich die Meteorologen. Die Kälte soll zurückkehren, ein brutaler Temperatursturz droht, in den Höhenlagen sogar wieder Schnee fallen. Bekommen wir statt schönem Ausflugswetter am Vatertag von Petrus jetzt die Bibber-Hölle vorgesetzt? Wir geben den aktuellen Überblick über die Prognosen. Kann man am Herrentag wandern gehen?
Darum droht laut Dominik Jung Blümchen-Alarm
Laut Meteorologe Dominik Jung stehen wir aktuell wieder vor einer Woche voller „Blümchen-Alarm“. Und der besondere Alarm fällt in diesem Jahr besonders heftig aus: Schon mehrfach musste der Meteorologe davor warnen, empfindliche Pflanzen einfach draußen zu lassen. Denn wenn nach warmen Tagen plötzlich und überraschend die Kälte zurückkehrt, kann das für die schon schönen Blümchen den schnellen Tod bedeuten. In dieser Woche nun erreicht der Blümchen-Alarm eine neue Stufe, denn es soll einen richtig brutalen Temperatursturz geben.
Laut Jung blüht uns eine kühle Woche. „Die Eisheiligen liefern in diesem Jahr exakt das ab, was ihr Ruf seit Jahrhunderten verspricht“, schreibt er in einer aktuellen Wetterkolumne im Netz. In den vergangenen Jahren ging es rund um Pankratius, Bonifatius und ihre Kollegen etwas milder zu, doch nun kommt eine neue Bibber-Phase mit voller Wucht.
Kalte Luft schiebt sich nach Deutschland – und die Temperaturen können innerhalb von 48 Stunden im Vergleich zum Wochenende um bis zu 18 Grad fallen. Gerade noch schönes Frühsommerwetter, dann rauschen die Werte plötzlich minus 18 Grad runter.
Schnee plötzlich doch bis in die Mittelgebirge möglich
Dazu kommt der Schnee, der zwar natürlich nicht flächendeckend für eine weiße Flockenpracht sorgen wird. Aber in den Gebirgen sinkt die Schneefallgrenze immer weiter ab.
War zunächst nur von den Alpen die Rede, rechnet Jung jetzt damit, dass es auch niedrigere Gebirgslagen erwischen könnte. Ob Bayerischer Wald oder Schwarzwald, ob Erzgebirge oder Fichtelgebirge: „Überall können Wanderer am Dienstag plötzlich mitten im Winter-Wonderland stehen“, so der Wetter-Experte. Je kräftiger der Niederschlag wird, desto tiefer kann die Schneefallgrenze am Ende sinken.

Am Dienstag soll der Höhepunkt der Schneephase erreicht werden, weiße Flocken sind laut Jung dann in den Mittelgebirgen möglich. Und auch sonst wird es frisch. Sein Rat: Empfindliche Pflanzen müssen drin bleiben – Sie wissen schon, der Blümchen-Alarm.
„Alles, was Kälte hasst, bleibt besser bis nach dem 15. Mai im Haus oder im Gewächshaus.“ Und wer seine Pflanzen schon draußen hat, solle sie für die kommende Woche besser noch einmal reinholen. Nur so kann man angesichts der Wetterentwicklungen sicher sein, dass man lange etwas davon hat.
Kälte und Regen: Das sind die Prognosen für Berlin
Und wie sehen die konkreten Werte in den kommenden Tagen in Berlin aus? Der Montag pendelt sich zwischen Tiefstwerten von 7 Grad und Höchstwerten von 17 Grad ein, die Hauptstadt wird zumeist von einer geschlossenen Wolkendecke beherrscht. Am Dienstag dann Werte zwischen 4 Grad und 11 Grad – das sind die Höchstwerte.

Also: Bibber-Alarm, holen Sie die Winterjacke nochmal raus! Zum kühlen Wetter gibt es etwas Sonnenschein und Wolken mit Schauern. Mittwoch wird es mit 5 Grad bis 15 Grad dann nur etwas wärmer, dazu gibt es wieder einen Mix aus Sonne und Wolken mit Schauern.


