CFS kontra ECMWF

Wetter: Dürre-Sommer 2025? Krasser Streit der Wettermodelle

Die Wettermodelle eifern um die korrekteste Sommervorhersage. Warm, nass, kühl, trocken? Die Europäer haben vom Sommer ein anderes Bild als die Jungs auf der anderen Seite des „großen Teichs“.

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Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net
Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.netwetter.net

Beim Wetter geht es derzeit hin und her. Selbst die Experten sind uneins wie selten in der Frage, was uns denn nun für ein Sommer bevorsteht.

Die Welt redet von einem extrem trockenen Hitzesommer, denn das europäische Wettermodell ECMWF sagt genau einen solchen voraus. Das sieht das amerikanische Model CFS sieht das ganz anders. „Völliges Kontrastprogramm“ meint Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net mit Blick auf den ersten meteorologischen Sommermonat Juni. Denn die Amis prognostizieren ein stinknormalen Juni – in der Mitte Deutschlands mitunter sogar ein wenig zu nass! Und wer hat nun recht?

Hoch „Ricarda“ hält die Stellung

Das Problem: Es ist jetzt schon fast überall knochentrocken im Lande. Das wäre laut Dominik Jung eine „schlechte Ausgangswetterlage“, wenn das europäische Wetter Recht behalten sollte. Dann könnte es wirklich einen schlimmen Dürresommer geben.

Und vorerst bleibt es trocken, denn das Hoch „Ricarda“ hält die Stellung – blockiert alles, was irgendwie nach Regen aussehen könnte. Die Sonne scheint am Sonnabend, lediglich im Nordosten ziehen bei 16 bis 19 Grad ein paar Wolken durch. Ansonsten wird fast überall die 20-Grad-Marke geknackt.

Da kaum Wolken am Himmel sind, ist in der Nacht zum Sonntag örtlich noch einmal Bodenfrost ein Thema! Dann folgt viel Sonnenschein am Muttertag bei 14 bis 22 Grad in der Nordhälfte und bis zu 25 Grad im Süden der Republik.

Wird es im Mai überhaupt nochmal regnen?

Und so geht das Wetter auch weiter, einschließlich des nächsten Wochenendes – perfektes Wander- und Ausflugswetter, verspricht Dominik Jung.

Also weiter Trockenheit so weit das Auge reicht. Und vielleicht mal ein kleiner Schauer oder ein kleines Gewitter ergibt nicht wirklich große Regenmengen.

Und dann der Sommer? Das europäische Modell meint, dass Juni, Juli und August jeweils „wärmer und trockener als im langjährigen Klimamittel“ ausfallen. Etwas anders das amerikanische Modell! Danach wird der Juni zwar etwas zu warm, aber durchaus nicht so trocken, wie die Europäer meinen. Gleiches gilt für Juli und August. Warm ja, aber von schlimmer Dürre hat das amerikanische Wettermodell nichts „gehört“ ...

Man darf gespannt sein, wie der Streit am Thermometer in den kommenden Tagen und Wochen weitergeht.