Die aktuelle Entspannung beim Wetter tut vielen gerade richtig gut: Endlich herrschen wieder mildere Temperaturen, endlich kann man mal wieder richtig durchlüften. Doch neues Ungemach droht: Meteorologe Johannes Habermehl von Meteored warnt jetzt vor einer neuen Omega-Wetterlage, die uns die nächste Hitzewelle bringen könnte. Aber: Was ist überhaupt eine Omega-Wetterlage – und was hat sie mit der Hitze zu tun? Wir klären auf und verraten, womit Sie jetzt rechnen müssen!
Was ist eine Omega-Wetterlage?
Begriffe wie dieser fallen in Wetterberichten immer wieder: Eine Omega-Wetterlage droht! Aber: Was soll das sein? Wir verraten es: Eine Omega-Wetterlage ist eine extrem stabile, blockierende Hochdrucklage. Ihr Name leitet sich vom griechischen Buchstaben Omega (Ω) ab.
Auf der Wetterkarte drängen zwei Tiefdruckgebiete ein zentrales Hochdruckgebiet in die Mitte, wodurch die Strömung optisch die Form dieses Buchstabens annimmt. Bei dem Hochdruckgebiet in der Mitte spricht man dann auch von einem „blockierenden Hoch“ – ein weiterer Begriff, den man immer wieder hört.
Genau diese Wetterlage bescherte uns laut Johannes Habermehl die Hitze im Juni – und sie könnte sich nun erneut anbahnen. „Das Azorenhoch versucht sich erneut stationär über Deutschland zu positionieren – dasselbe Muster, das die Juni-Rekorde angetrieben hat“, sagt er in seiner aktuellen Prognose.
Warum könnte es jetzt wieder richtig heiß werden?
Und es könnte sogar noch heftiger werden. Denn: „Der Sonnenstand ist Anfang Juli sogar noch höher, die Einstrahlung noch intensiver.“ Kommt die Hitze im Juli also noch weitaus heftiger?

Allerdings ist beim Wetter wie immer nichts in Stein gemeißelt. Denn es gibt auch Prognosen, die kühlere Temperaturen zeigen. Die Mehrheit der Läufe hingegen deutet weitere Hitze an. Laut Habermehl soll die Entscheidung in den nächsten 72 Stunden fallen.
Neue Hitze, vielleicht sogar über Wochen: Es war ein Szenario, das viele schon in der vergangenen Woche fürchteten. Denn einer der heißesten Tage mit mehr als 40 Grad in einigen Regionen in Deutschland fiel ausgerechnet auf den Siebenschläfertag.
Wann kommt die Hitze wieder zurück?
Um den 4. und 5. Juli könnte die Hitze laut Habermehl kommen, dann hat sich das Azorenhoch wieder über Europa aufgebaut – das besagen laut dem Meteorologen sowohl das amerikanische GFS-Wettermodell als auch das europäische Wettermodell ECMWF. „Aus Südwesten strömt erneut extrem heiße Luft heran. Das GFS rechnet bis Mittwoch, den 8. Juli, mit Spitzenwerten zwischen 35 und 40 Grad, das ECMWF sieht verbreitet 30 bis 37 Grad“, sagt er. Auch aus den aktuellen Ensemble-Prognosen kommen demnach Signale für diese Entwicklung.

Aktuell haben Teile Deutschlands aber auch noch mit Unwettern zu tun – denn die aufgestaute Hitze entlädt sich noch immer. Der Wetterdienst warnte im Süden und in der östlichen Mitte Deutschlands sowie im Norden vor „einzelnen kräftigen Gewittern“. Auch „gebietsweise gewittriger oder ungewittriger Starkregen“ war angekündigt.
Was droht am Donnerstag beim Wetter?
Die Rede war von bis zu 35 Litern Niederschlag pro Quadratmeter, Hagel und stürmischen Böen. In der Nacht zum Donnerstag flaut die Gewitteraktivität dann ab, wobei man am Donnerstag selbst im Norden noch mit vereinzelten Gewittern rechnen muss. An Nord- und Ostsee gibt es dann außerdem reichlich Wind.


