Alle sind wir doch froh, dass die klirrende Kälte endlich vorbei ist. Die Sonne, die milden Temperaturen tun gut. Doch für Kleingärtner und Bauern zieht gerade ein anderes Problem auf. In weiten Teilen Deutschlands ist es viel zu trocken – und ungewöhnlich für Anfang März steigt gerade auch die Waldbrandgefahr extrem an, erklärt Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net.
Im Osten ist die Waldbrandgefahr außergewöhnlich hoch
Auf den aktuellen Karten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) kann man die aktuelle Waldbrandgefahr ablesen. Vor allen Dingen der Osten Deutschlands trocknet aus und lässt die Gefahr von frühen Waldbränden ansteigen.
Für Sonntag und Montag melden bereits mehrere Brandenburger Stationen Waldbrandstufe 4. Dazu gehören Berge, Manschnow, Coschen, Langenlipsdorf und Holzdorf-Bernsdorf. In allen anderen Brandenburger Gebieten wird Waldbrandstufe 3 ausgerufen.

„Deutschland braucht Regen“, sagt Wetterexpertin Kathy Schrey. Die Böden seien derzeit viel zu trocken, der Dürremonitor zeigt in vielen Regionen bereits rote Bereiche.
„Die Situation in unseren Böden ist zum Teil brisant“, sagt die Meteorologin. Sowohl an der Oberfläche (bis 25 Zentimeter) als auch eine Etage tiefer (bis 1,80 Meter). Vor allem ab der Mitte Deutschlands Richtung Nordosten. Von Rügen bis nach Sachsen gibt es viel zu viele trockene Gebiete. Keine guten Nachrichten für Bauen und Kleingärtner. Denn die brauchen gerade jetzt Regen.
Mächtige Tiefdruckgebiete auf dem Atlantik
Aber die Wetterlage macht uns Probleme. „Das blockierende Hoch hat erst noch Bestand“, erklärt Kathy Schrey. Auf dem Atlantik sind zwar gerade mächtige Tiefdruckgebiete unterwegs, aber die kommen bisher kaum durch. Und das bleibt auch die nächsten Tage so.
Erst am Dienstag dringt das Regengebiet in abgeschwächter Form bis zu uns vor. Schrey spricht von schauerartigem Regen, der dann fallen könnte. Doch Berlin, Brandenburg und Mecklenburg bleiben dabei wohl außen vor. Und: Selbst da (Sachsen, Bayern), wo es regnen soll, kommen nur homöopathische Mengen an Niederschlägen an, wie die Expertin von wetter.net sagt. Für die Trockenheit in den Böden und die Waldbrandgefahr bringe das kaum etwas.
Nach weiteren Schauern am Donnerstag macht erst der Freitag etwas Hoffnung. Kathy Schrey spricht von „richtigem Regen“, der vom Westen heranziehe und ein wenig Erleichterung bringen würde. Doch ob der Regen weiter Richtung Osten driftet, dahin, wo die Böden am trockensten sind, sei noch offen.
So wird das Wetter bis Dienstag
Samstag: Berlin und große Teile Deutschlands starten sonnig in den Tag – allerdings wirkt das Licht heute ungewöhnlich milchig. Grund dafür ist herangewehter Saharastaub, der den Himmel eintrübt und die Sonne wie hinter einem Schleier erscheinen lässt.
Im Norden sieht es anders aus: Dort ziehen zeitweise dichtere Wolken durch. Besonders in Schleswig-Holstein kann es stellenweise sogar etwas tröpfeln. Ansonsten bleibt es im ganzen Land trocken.
Die Temperaturen zeigen große Unterschiede. Direkt an der Küste werden nur rund 7 Grad erreicht. Am Niederrhein dagegen klettert das Thermometer auf frühlingshafte 21 Grad.
Sonntag: Auch am Sonntag zeigt sich das Wetter zweigeteilt. Im Nordwesten, besonders rund um die Nordsee, halten sich zähe Nebel- und Hochnebelfelder. Im Norden und Osten schieben sich immer wieder dichtere Wolken durch. Regen ist dort aber kaum ein Thema.
In weiten Teilen des Landes bleibt es freundlich: Der Himmel ist locker bewölkt, die Sonne scheint oft. Während es an der See und in hartnäckigem Nebel nur rund 10 Grad warm wird, klettert das Thermometer sonst auf 14 bis 20 Grad.




