Eisregen in der Nacht, gefährliche Glätte: Das Tiefdruckgebiet „Leonie“ hat am Montag nicht nur den Verkehr in Berlin und Brandenburg lahmgelegt. Auch in Niedersachen, Hessen und Baden-Württemberg kam es zu Glätteunfällen, fielen Busse und Bahnen aus. „Leonie“ geht – und das nächste Tief kommt. „Über dem Atlantik zieht das Tief ‚Marilu‘ auf“, sagt Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net. „Ein astreines Sturmtief, das uns mit seinen Ausläufern auch erreichen wird.“
Mit Doppelstockschub über den Gehweg
In Berlin fuhren am Montag keine Straßenbahnen mehr, S- und U-Bahnen fielen aus, Autobahntunnel wurden gesperrt. Manch ein Berliner reagierte gewitzt und griff zu Skiern, wie ein Video zeigt, das auf Facebook viral ging. Mit Doppelstockschub über den Gehweg der Bundesallee in Berlin-Schöneberg.
Ja, der Winter hat uns weiter fest im Griff. Die Sonne macht sich rar, die Kälte bleibt. Am Dienstag hängen die Wirbel von „Marilu“ über den britischen Inseln, aber schon am Nachmittag kommt das Tiefdruckgebiet auch bei uns ins Spiel.
„Marilu“ kommt von Westen her – „und kann dann tatsächlich schon wieder Schneefall, Schneematsch, Schneeregen und Eisregen bedeuten“, sagt Kathy Schrey. Es ist keine Wetterentspannung in Sicht, die Temperaturen pendeln oft nur um die 0 Grad. Das heißt: Glatte Straßen sind weiterhin das große Thema.
Atlantiktief „Marilu“: Wenig Sonne, viel Glätte und Kälte
Montagnacht: Die kommende Nacht bleibt in Berlin und Brandenburg zwar schnee- und regenfrei, Glättegefahr durch überfrierende Nässe besteht aber weiterhin. Und im Westen und Südwesten wechseln sich Schnee- und Regenfälle ab. Sicher ist: Es kommt eine knackig kalte Nacht auf uns zu. Bei minus 3 Grad in Berlin bis zu minus 12 Grad in Ostbayern.
Dienstag: „Marilu“ bringt Wind aus Südwesten zu uns. Im Osten kommt manchmal sogar etwas Sonne durch. Tiefstwerte: minus 7 Grad. Die Höchstwerte liegen laut wetter.net zwischen minus 1 und plus 2 Grad im Osten sowie zwischen 0 und 7 Grad im übrigen Teil Deutschlands.
Mittwoch: „Da starten wir bei minus 3 Grad“, sagt Meteorologin Kathy Schrey. „Da hat uns dann die feuchte Luft vom Atlantik erreicht.“ Die ist etwas milder – kurzzeitig. Es gibt ein bisschen Regen im Süden, gefrierenden Regen im Westen, ansonsten bleibt es trocken bei maximal 6 Grad. Der Osten bleibt trocken und kalt (maximal 3 Grad).
Donnerstag: Da kommen Schnee und Regen auch im Osten wieder an, im Rest des Landes bleibt es trocken. Die Temperaturen liegen bei minus 5 bis maximal 4 Grad. Die Bewölkung ist dicht, an den Küsten gibt es böigen Wind.

Freitag: Da gibt es ein paar aufgeheiterte Abschnitte. „Nur die südliche Landeshälfte wird die Sonne nicht zu sehen bekommen“, sagt die Meteorologin. Und wie kann es anders sein: Es gibt Schnee und Schneeregen, örtlich auch gefrierend, im Südwesten auch Regen. Bei minus 7 bis maximal 5 Grad.


