Endlich! Das wochenlange Warten in Köpenick hat ein Ende, die Tinte ist trocken. Was in der Gerüchteküche seit Monaten als offenes Geheimnis gehandelt wurde, ist jetzt offiziell: Der 1. FC Union Berlin schnappt sich Zeno van den Bosch!
Van den Bosch soll sofort helfen
Der belgische Meister und Pokalsieger kommt ablösefrei von Royal Antwerpen nach Köpenick. Für die Fans die pure Erlösung nach einer gefühlten Ewigkeit, für Geschäftsführer Horst Heldt ein echter Transfer-Coup. Doch was für eine Kante bekommen die Eisernen da eigentlich?
Heldt gerät ins Schwärmen: „Zeno ist ein junger Spieler mit großem Entwicklungspotenzial, der uns sofort weiterhelfen kann. Er bringt Größe, Zweikampfstärke und zugleich eine gute Beweglichkeit mit.“ Trotz seines jungen Alters war er in Belgien absolut gesetzt.
Der Querfeld-Doppelgänger
Beim Blick auf die Daten fällt sofort auf: Van den Bosch ist fast die Kopie von Leopold Querfeld! Beide sind keine klassischen Sprinter, die den Gegner im Laufduell abkochen. Müssen sie auch nicht.

Der Belgier macht das mit Auge wett: Er antizipiert stark, läuft Räume clever zu und glänzt mit einem bärenstarken Aufbauspiel. Statt den Ball einfach auf die Tribüne zu dreschen, kurbelt er das Spiel von hinten an. Ein moderner Abwehr-Bulle mit dem Herz eines Handwerkers.
Droht der nächste Null-Euro-Schock?
Doch der Transfer hat einen brisanten Beigeschmack. Warum holt Union jetzt schon den Querfeld-Zwilling? Nach Sky-Informationen läuft der Vertrag des Österreichers in einem Jahr aus. Geht in Köpenick die Angst vor dem nächsten Null-Euro-Schock um? Erst kürzlich verlor man die Abwehr-Säulen Danilho Doekhi und Diogo Leite ablösefrei – ein Millionen-Verlust ohne einen Cent Entschädigung.


