Ausgerechnet zu Wagner

Bitter! Ex-Union-Trainer Steffen Baumgart verliert nächsten wichtigen Vertrauten

Während sich Steffen Baumgart auf dem Trainermarkt weiter in der Warteschleife befindet, verlässt ein weiterer Co-Trainer sein Team.

Author - Christian Kattner
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Während Steffen Baumgart noch keinen neuen Verein gefunden hat, verliert er einen Co-Trainer an den 1. FC Köln.
Während Steffen Baumgart noch keinen neuen Verein gefunden hat, verliert er einen Co-Trainer an den 1. FC Köln.Michael Taeger/imago

Steffen Baumgart befindet sich weiter in der Warteschleife. Mehr als 60 Tage sind inzwischen vergangen, seit der Trainer beim 1. FC Union Berlin gehen musste. So lange war der gebürtige Rostocker als Coach eines Profiteams noch nie ohne neuen Job.

Normalerweise ging es bei Baumgart immer Schlag auf Schlag: Nach Paderborn folgte im Sommer 2021 direkt der 1. FC Köln. Nach dem Aus in der Domstadt dauerte es 51 Tage bis zum Engagement beim Hamburger SV. Und als auch dort im November 2024 Schluss war, wurde er nur 39 Tage später Nachfolger beim 1. FC Union für Bo Svensson und zum Retter vor dem Abstieg.

Co-Trainer kehrt zum 1. FC Köln zurück

Doch diesmal ist alles anders. Und: Während Baumgart noch auf die nächste Aufgabe wartet, verliert er erneut einen engen Weggefährten. Kevin McKenna verlässt das Team des Ex-Union-Trainers – und kehrt zum 1. FC Köln zurück.

McKenna war einer aus dem engsten Kreis um Baumgart. Seit 2021 arbeitete der Kanadier an seiner Seite, zuvor hatte René Wagner bereits 2020 den Weg mit Baumgart begonnen. Das Trio zog gemeinsam von Köln nach Hamburg und schließlich nach Köpenick.

Doppelte Freude: René Wagner ist nicht nur neuer Cheftrainer des 1. FC Köln, sondern bekommt auch einen ehemaligen Weggefährten an die Seite gestellt.
Doppelte Freude: René Wagner ist nicht nur neuer Cheftrainer des 1. FC Köln, sondern bekommt auch einen ehemaligen Weggefährten an die Seite gestellt.Jan Huebner/imago

Doch daraus wurde schon im Sommer 2025 ein Duo. Wagner entschied sich für die Rückkehr nach Köln, zunächst als Co-Trainer von Lukas Kwasniok. Nach dessen Entlassung rückte er sogar für sieben Spiele als Interimstrainer in die erste Reihe.

Die Bilanz: überschaubar. Nur sechs Punkte holte Wagner in dieser Phase, große Begeisterung bei den Fans entfachte er nicht. Doch er hielt den FC in der Bundesliga – und bekam nun das Vertrauen für den Neustart.

Wiedervereinigung beim 1. FC Köln: René Wagner und Kevin McKenna (v.l.)
Wiedervereinigung beim 1. FC Köln: René Wagner und Kevin McKenna (v.l.)Herbert Bucco/imago

Sein erster großer Schritt: die Verpflichtung von Kevin McKenna. Für Baumgart ist der Verlust bitter. Gerade McKenna, zu dem er ein besonders enges Verhältnis pflegt, war ein wichtiger Teil seines Trainerteams. Doch diesen Wechsel dürfte Baumgart verstehen.

Denn Köln ist für McKenna mehr als nur ein neuer Arbeitsplatz. Es ist eine Rückkehr. Zwischen 2007 und 2014 spielte der frühere Innenverteidiger und 63-malige kanadische Nationalspieler 153 Partien für den FC, erzielte dabei elf Treffer. Nach seiner aktiven Karriere blieb er dem Verein treu, arbeitete fünf Jahre im Nachwuchsbereich und bei der zweiten Mannschaft.

Gemeinsam vom 1. FC Köln über Hamburg nach Köpenick

Nach einem kurzen Abstecher zum 1. FC Kaiserslautern führte ihn der Weg wieder nach Köln und zu Baumgart. Nach zweieinhalb Jahren in der Domstadt ging es gemeinsam weiter nach Hamburg und Köpenick. Doch mit seiner Rückkehr nach Köln endet der gemeinsame Weg.

In der Domstadt indes ist man vom Kanadier überzeugt. „Kevin bringt durch seine Stationen als Co-Trainer bei verschiedenen Traditionsvereinen und in der Bundesliga einen großen Erfahrungsschatz mit“, sagte Geschäftsführer Thomas Kessler. Auch McKenna freut sich über seine Rückkehr: „Es ist eine sehr große Ehre, bei einem so großen Verein erst spielen und jetzt trainieren zu dürfen.“

Während McKenna also schnell eine neue Aufgabe gefunden hat, bleibt Baumgart weiter auf der Suche. Sein früherer Co-Trainer hat längst wieder eine Heimat – ausgerechnet dort, wo für Baumgart einst alles begann. Vor einem Jahr hätten sich Wagner und McKenna diesen Tausch der Rollen wohl selbst kaum vorstellen können.