Steffen Baumgart befindet sich weiter in der Warteschleife. Mehr als 60 Tage sind inzwischen vergangen, seit der Trainer beim 1. FC Union Berlin gehen musste. So lange war der gebürtige Rostocker als Coach eines Profiteams noch nie ohne neuen Job.
Normalerweise ging es bei Baumgart immer Schlag auf Schlag: Nach Paderborn folgte im Sommer 2021 direkt der 1. FC Köln. Nach dem Aus in der Domstadt dauerte es 51 Tage bis zum Engagement beim Hamburger SV. Und als auch dort im November 2024 Schluss war, wurde er nur 39 Tage später Nachfolger beim 1. FC Union für Bo Svensson und zum Retter vor dem Abstieg.
Co-Trainer kehrt zum 1. FC Köln zurück
Doch diesmal ist alles anders. Und: Während Baumgart noch auf die nächste Aufgabe wartet, verliert er erneut einen engen Weggefährten. Kevin McKenna verlässt das Team des Ex-Union-Trainers – und kehrt zum 1. FC Köln zurück.
McKenna war einer aus dem engsten Kreis um Baumgart. Seit 2021 arbeitete der Kanadier an seiner Seite, zuvor hatte René Wagner bereits 2020 den Weg mit Baumgart begonnen. Das Trio zog gemeinsam von Köln nach Hamburg und schließlich nach Köpenick.

Doch daraus wurde schon im Sommer 2025 ein Duo. Wagner entschied sich für die Rückkehr nach Köln, zunächst als Co-Trainer von Lukas Kwasniok. Nach dessen Entlassung rückte er sogar für sieben Spiele als Interimstrainer in die erste Reihe.
Die Bilanz: überschaubar. Nur sechs Punkte holte Wagner in dieser Phase, große Begeisterung bei den Fans entfachte er nicht. Doch er hielt den FC in der Bundesliga – und bekam nun das Vertrauen für den Neustart.

Sein erster großer Schritt: die Verpflichtung von Kevin McKenna. Für Baumgart ist der Verlust bitter. Gerade McKenna, zu dem er ein besonders enges Verhältnis pflegt, war ein wichtiger Teil seines Trainerteams. Doch diesen Wechsel dürfte Baumgart verstehen.
Denn Köln ist für McKenna mehr als nur ein neuer Arbeitsplatz. Es ist eine Rückkehr. Zwischen 2007 und 2014 spielte der frühere Innenverteidiger und 63-malige kanadische Nationalspieler 153 Partien für den FC, erzielte dabei elf Treffer. Nach seiner aktiven Karriere blieb er dem Verein treu, arbeitete fünf Jahre im Nachwuchsbereich und bei der zweiten Mannschaft.
Gemeinsam vom 1. FC Köln über Hamburg nach Köpenick
Nach einem kurzen Abstecher zum 1. FC Kaiserslautern führte ihn der Weg wieder nach Köln und zu Baumgart. Nach zweieinhalb Jahren in der Domstadt ging es gemeinsam weiter nach Hamburg und Köpenick. Doch mit seiner Rückkehr nach Köln endet der gemeinsame Weg.


