Transfer-Gerücht

Umbruch bei Union Berlin: Horst Held baggert an diesem Bundesliga-Star

In Köpenick wird sich im Sommer einiges im Kader von Steffen Baumgart ändern. Ins Visier des Managers gerät ein Profi, der bei den Eisernen Eindruck hinterließ.

Author - Sebastian Schmitt
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Kennen und schätzen sich: Union-Manager Horst Heldt soll wegen eines Wechsels im Sommer bei Werder-Star Leonardo Bittencourt angeklopft haben.
Kennen und schätzen sich: Union-Manager Horst Heldt soll wegen eines Wechsels im Sommer bei Werder-Star Leonardo Bittencourt angeklopft haben.IMAGO/Michael Taeger

Der Transfermarkt öffnet erst im Sommer, aber beim 1. FC Union Berlin tut sich bereits etwas. Während in Köpenick ein personeller Umbruch droht, taucht plötzlich ein erfahrener Bundesliga-Routinier auf dem Radar auf. Ein Name, der sofort für Diskussionen sorgt – und einer, der genau das liefern könnte, was Union im Sommer verloren geht.

300 Spiele – und noch lange nicht satt

In Köpenick wird längst nicht nur auf den Klassenerhalt geschaut. Hinter den Kulissen laufen die Planungen für den Sommer auf Hochtouren – und dabei fällt jetzt ein Name, der sofort hängen bleibt: Leonardo Bittencourt.

Der Mittelfeldspieler von Werder Bremen hat gerade erst die Marke von 300 Bundesliga-Spielen geknackt. Eine Zahl, die in der Kabine Eindruck macht. Eine Zahl, die zeigt: Dieser Mann kennt die Liga. Und genau diese Erfahrung könnte Union Berlin bald gut gebrauchen.

Heldt sucht Führung für Union

Denn klar ist auch: Den Eisernen droht ein Umbruch. Die ablösefreien Abgänge von Führungsspielern wie Danilho Doekhi und Diogo Leite werden eine Lücke reißen – nicht nur sportlich, sondern auch in der Hierarchie. Genau da kommt Bittencourt ins Spiel.

Leonardo Bittencourt (32) bewies ausgerechnet beim 4:1-Sieg des SV Werder bremen beim 1 FC Union Berlin, wie viel Klasse er weiterhin besitzt.
Leonardo Bittencourt (32) bewies ausgerechnet beim 4:1-Sieg des SV Werder bremen beim 1 FC Union Berlin, wie viel Klasse er weiterhin besitzt.IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Nach Informationen der in Bremen bestens vernetzten „Deichstube“ soll Union-Manager Horst Heldt bei Bittencourt bereits angeklopft haben. Kein Wunder. Der Cottbuser ist auf dem Markt, sein Vertrag an der Weser läuft aus. Werder wird nicht verlängern, obwohl Bittencourt unter dem neuen Trainer Daniel Thioune zuletzt wieder eine Rolle spielte.

Bremen lässt Bittencourt ziehen

Fakt ist: Bittencourt hat noch nicht genug. Kein gemütlicher Karriereausklang, kein Schritt zurück. Am liebsten will der 32‑Jährige weiter Bundesliga spielen. Dem Vernehmen nach buhlen neben Union noch einige andere Bundesliga-Klubs und Vereine aus dem Ausland um den meinungsstarken Bittencourt. Ein Wechsel zu den Eisernen wäre aber sportlich wie strategisch ein logischer Schritt.

Bittencourt-Auftritt gegen Union bleibt hängen

Wie wertvoll er sein kann, zeigte Bittencourt erst vor wenigen Wochen direkt gegen die Eisernen. Beim 4:1‑Sieg von Bremen in der Alten Försterei kam er zur Pause rein – und übernahm sofort die Kontrolle. Er lenkte das Spiel, setzte die Tempowechsel, ließ Union hinterherlaufen. Ein Auftritt, der Eindruck hinterließ.

Ob Bittencourt im Sommer in Köpenick wirklich aufschlägt, wird sich zeigen. Klar ist: Genau so einen Spielertyp sucht Union: laut, präsent, erfahren. Einer, der Spiele liest – und sie auch offensiv lenken kann.