So jubelte Unions Ex-Torwart Rafal Gikiewicz nach dem Sieg seiner Augsburger gegen die Eisernen.  Imago/Matthias Koch

Augsburg kommt. Weltberühmt. Für das Geschlecht der Fugger, einflussreiche Bänker und Kaufleute in der Mitte des vorigen Jahrtausends. Für sein Marionettentheater. Beliebt bei Groß und Klein. Der FCA ist sogar so etwas wie das heimliche Vorbild des 1. FC Union. 2011 stiegen die bayerischen Schwaben erstmals in die Bundesliga auf! Und musste diese Spielklasse noch nie verlassen! Dahin will auch Union kommen. Und der Weg zu einer dauerhaften Etablierung in Deutschlands Eliteliga führt die Köpenicker an diesem Sonnabend zu einem Duell mit den Augsburgern. Das Motto ab 15.30 Uhr kann daher nur heißen: Haut ihnen die Puppenkiste voll!

Rafal Gikiewicz hält einen Elfmeter von Marcus Ingvartsen. Der erste Fehlschuss des Dänen bei zehn Versuchen vom Punkt. imago/Matthias Koch

Erstaunlicherweise waren die Eisernen in der Vorsaison das einzige Team, das gegen den FC Bayern nicht einmal verloren hat. Ironischerweise waren sie nur eine von zwei Mannschaften, die gegen Schalke nicht gewinnen konnten. Was uns zum Gegner des Spieltages führt: nämlich dem FC Augsburg. Dem gelang dieses Kunststück ebenfalls.

Unions schwarze Weste gegen den FCA

Dafür waren die Fuggerstädter gegen die Eisernen doppelt erfolgreich, 3:1 im Hinspiel, 2:1 im Rückspiel. Sie hatten als einziger Bundesligist eine weiße Weste gegen die Köpenicker. Die kam auch zustande, weil Rafal Gikiewicz in der Rückrunde wie weiland Theodor Storms Pole Poppenspäler alle Fäden zog und gegen Union sogar einen Elfmeter parierte. 

Womit Unions-Ex-Torwart sich eines seiner berühmte Ziele erfüllte. Der extrovertierte Pole ist ja bekannt dafür, dass er vor der Saison einen Zettel an die Tür seines Kühlschrankes heftet, auf dem er seine persönlichen Erfolge anpeilt. Zwei Siege gegen seinen Ex-Klub standen da drauf. Weil es so schön geklappt hat, notierte er sich dieses Ziel gleich noch mal, will seine Kiste rein halten. Insgesamt elfmal übrigens. Gelang bislang nur einmal in den ersten drei Partien, beim torlosen Remis in Frankfurt.

Unions Trainer Urs Fischer sieht den großen Ehrgeiz des Polen übrigens recht locker. „Also Rafa will immer gewinnen. Er will vor allem speziell gegen Union gewinnen. Rafa hat seine Art. Ich finde die gut. Vielleicht nicht immer …,“ scherzte der Schweizer Übungsleiter, der natürlich darauf hofft, dass seine Jungs die Serie von 18 Heimspielen ohne Niederlage weiter ausbauen werden.

Die Köpenicker haben also eine Rechnung zu begleichen. Diesmal wollen sie die Strippen ziehen gegen den Tabellenvorletzten!  Und sie würden mit einem Heimdreier einen sehr ordentlichen Saisonstart veredeln können, Schlusslicht Hertha Schützenhilfe leisten und sich im oberen Tabellendrittel festbeißen mit deutlichem Abstand nach unten. Was hilfreich wäre für die kommenden englischen Wochen

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