Zeigt schon an, wo es langgehen soll: Unions Ersatz für Robert Andrich, der Ex-Bremer Kevin Möhwald. imago/Nordphoto

Wenn man die letzten beiden Transfers beim 1. FC Union in diesem Sommer so sieht, muss man unweigerlich zu dem Schluss kommen, dass eine der Scoutingvorgaben bei den Eisernen die Faktoren Max Kruse und Cedric Teuchert beinhaltet. Denn beide Last-Minute-Zugänge, Bastian Oczipka und Kevin Möhwald, waren zuvor schon Arbeitskollegen des eisernen Angreiferduos gewesen. Der eine bei St. Pauli, der andere in Bremen. Was im Übrigen auch erklären würde, warum ein Transfer nicht geklappt habe, wie Unions  Manager Oliver Ruhnert jüngst verriet. Mister X hat offenbar noch nie mit Kruse und Teuchert zusammen gekickt. Ergo keine Verpflichtung möglich.

Kleiner Scherz. Natürlich kam Möhwald nicht wegen Teuchert und gemeinsamer Nürnberg-Zeiten. Oder wegen des Ex-Bremers Kruse. Auch wenn es ihn total freut, mit dem Unterschiedsspieler wieder vereint zu sein und es das Einleben im neuen Team natürlich vereinfacht. Er hätte zwar Werder auch weiter für den Wiederaufbau zur Verfügung gestanden. Doch die Anfrage von Union begriff er als „Riesenchance“.

„Ich bin jetzt 28! Weiter in der Bundesliga spielen zu können, das ist eine der stärksten Ligen der Welt, und erstmals international dabei sein zu können, das hat mich einfach gereizt“, meinte Möhwald, der froh darüber ist, dass Bremen ihm keine Steine in den Weg gelegt hat. Es musste einfach passen seiner Meinung nach. Und Union passt!

Den Abstieg mit Werder habe er aber verarbeitet. Auch wenn es gedauert hat. Nun tritt er an der Wuhle in die Fußstapfen von Robert Andrich und erbt mit der 30 sogar dessen Rückennummer. Was ein purer Zufall sei. „So viele waren nicht mehr frei. Die 13 und die 30“, schmunzelte Möhwald. Der Familienrat entschied gegen die Unglückszahl, auch wenn er – wie Möhwald betont – nicht abergläubig sei.

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