Pawel Wszolek (Mitte) gewann mit Legia Warschau zweimal die polnische Meisterschaft. Imago/Newspix

Der 1. FC Union hat wieder zugeschlagen. Flügelstürmer Pawel Wszolek (29) wechselt ablösefrei vom polnischen Meister Legia Warschau an die Alte Försterei. Somit ist der Pole, dessen Landsmann Tymoteusz Puchacz ebenfalls die Eisernen verstärkt, bereits der sechste Neuzugang für die dritte Erstliga-Saison. „Er ist körperlich präsent und kann unser Offensivspiel in der neuen Saison noch variabler machen“, sagt Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball bei den Eisernen.

Wszolek ist in Europa schon weit herumgekommen

Wszolek ist in Europa durchaus schon herumgekommen. 2013 wechselte er von Polonia Warschau zu Sampdoria Genua, zwei Jahre später schloss er sich auf Leihbasis für eine Saison Hellas Verona an. 2016 verpflichtete Verona Wszolek fest, transferierte ihn per Leihoption jedoch im gleichen Sommer in die zweite Englische Liga zu den Queens Park Rangers. Bis im September 2019 spielte er in London. Die ehemaligen Union-Profis Sebastian Polter und Toni Leistner waren in dieser Zeit Teamkollegen. Zuletzt gewann er mit Legia Warschau zweimal den polnischen Titel.

Lesen Sie auch:  Union-Keeper Andreas Luthe: Für die Freiheiten von Max Kruse müssen andere auch mal zurückstecken >>

Nach seiner Rückkehr in die polnische Heimat entwickelte sich Wszolek noch mal entscheidend weiter, gewann zweimal den Titel mit Legia Warschau. In 60 Spielen erzielte er zwölf Treffer und bereitete 15 Tore vor. „Er hat seine Klasse schon in mehreren europäischen Ligen unter Beweis gestellt und gezeigt, dass er sich schnell integriert und seine Leistung verlässlich abrufen kann. In den letzten beiden Jahren war er in Warschau extrem erfolgreich“, ist Ruhnert von der jüngsten Union-Verpflichtung überzeugt. Anders als Puchacz ist Wszolek allerdings nicht für den EM-Kader seines Landes nominiert.

Somit kann sich Wszolek ganz auf die neue Saison mit den Eisernen vorbereiten. „Die Bundesliga ist extrem anspruchsvoll und es war immer ein Traum von mir, dort mal zu spielen“, ließ er per Pressemitteilung wissen.

Julius Kade steht kurz vor der Rückkehr

Zudem steht der 1. FC Union Berlin laut Bild und Kicker kurz davor, Julius Kade zurück nach Köpenick zu holen. Die Eisernen hatten im vergangenen Sommer den Mittelfeldspieler in Richtung Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden ziehen lassen, sich aber eine Rückholmöglichkeit gesichert, die der Erstligist mit Beendigung der Frist zum 31. Mai gezogen haben soll. Union selbst bestätigte diesen Transfer bislang nicht.

Der 22-Jährige war 2019 vom Stadtrivalen Hertha BSC zu Union gewechselt, kam aber in der Aufstiegssaison von Union nicht zum Einsatz und verabschiedete sich nach einem Jahr, um Dresden in 32 Ligaspielen mit drei Toren und zwei Assists zum Wiederaufstieg zu verhelfen. Laut der Medienberichte soll Union 500.000 Euro für Kade an Dresden überwiesen haben.