Schönen Gruß aus Casablanca! Schau mir in die Augen, Kleiner. Jordan Siebatcheu im trauten Zwiegespräch mit Udines Tolgay Arslan.
Schönen Gruß aus Casablanca! Schau mir in die Augen, Kleiner. Jordan Siebatcheu im trauten Zwiegespräch mit Udines Tolgay Arslan. Imago/Nordphoto

Man muss sich als Stürmer nicht alles gefallen lassen. Irgendwann hatte Jordan Siebatcheu beim 3:3 zwischen dem 1. FC Union und Udinese Calcio die Nase voll. Ständig wurde an ihm rumgezerrt, geschubst oder getreten. Als es Mitte der zweiten Hälfte zur Rudelbildung kam, ging er all-in: Wütend baute er sich vor Tolgay Arslan mit der ganzen Länge seiner 1,90 Meter auf, nahm den Ex-HSV-Star in den Würgegriff. Furchteinflößend! 

Die Methoden, mit denen die Norditaliener den franko-kamerunischem Stürmer mit amerikanischem Pass bearbeiteten, waren oft grenzwertig. Mitte der erste Hälfte, als er sich sauber abgesetzt hatte und sich anschickte auf das Gehäuse von Udinese zuzusteuern, wurde er unsanft gebremst, weil sein Gegenspieler Bram Nuytinck die Textilfestigkeit seines Trikots ausgiebig ergründen wollte. Eine Szene, die im Twitter-Account der Eisernen launig mit „We all want the new shirt“ (Wir alle wollen das neue Trikot) kommentiert wurde.

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1. FC Union: Macht es bald batsch bei Siebatcheu?

Vor diesem Angreifer kann man Angst haben. Jetzt muss er nur noch treffen. Aber das scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, ehe es beim Neuzugang von den Young Boys Bern batsch macht. Gegen den Ex-Klub von Oliver Bierhoff war er schon nahe dran.

Das Eigentor von Nuytinck (49.) nach scharfer Hereingabe von Sheraldo Becker unterlief dem Niederländer auch nur, weil er Siebatcheu im Rücken schon spürte. Später fehlten Zentimeter und der 6-Millionen-Mann hätte auf Vorarbeit von Julian Ryerson die Kugel in die Maschen gesetzt (75.).

1. FC Union: Becker glaubt an die Qualitäten von Siebatcheu

Läuft sich alles ganz gut an. Ist aber noch nicht perfekt. Noch fehlt dem Torschützenkönig der Schweizer Super League ein wenig die Bindung zu seinen neuen Kollegen. Aber sein Mühen, sein Wollen ist unübersehbar.

Bedeutet also: Kommt Zeit, kommt Tor …

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