Die beiden Trainer mögen sich. Unions Coach Steffen Baumgart und sein Heidenheim-Kollege Frank Schmidt. Beide geradeaus, beide mit klarer Autorität. Als Baumgart vor knapp elf Monaten beim 1. FC Union anfing, redete er mit höchstem Respekt über Schmidt. Und dann war da die Sache mit dem Bier …
„Frank ist ein Typ. Ich würde gerne mal eine Woche beim ihm hospitieren. Da kann man etwas von ihm lernen. Fußballer unter sich, wenn die reden, geht es am besten beim Bier“, sagte Baumgart im Januar kurz vor seinem ersten Spiel als Trainer der Eisernen.
Baumgarts Premiere endete mit einem 0:2 beim FCH. Doch ein Bier trank er trotzdem mit Schmidt. Baumgart verrät jetzt vor dem Heimspiel gegen Heidenheim (Sonnabend, 15.30 Uhr): „Das war eher so ein Trostbier für mich.“

Baumgart nach 0:2 in Heidenheim: „Ein Trostbier für mich“
Nach dem 0:3 im Rückspiel gegen Heidenheim in der Försterei gab es dann kein Bier: „Hier war der Frust noch größer“, erklärt Baumgart noch immer zähneknirschend.
Doch die beiden Pleiten ändern nichts an der Wertschätzung Baumgarts: „Frank ist sehr direkt, das siehst du an seiner Handschrift. Davon gibt es nicht so viele Trainer. Und er hat eine absolute Treue zu seinem Verein. Auch wenn es mal nicht so gut läuft.“



