New York Times hat entschieden

Schweizer und Ösis chancenlos: Deutschland landet in WM-Ranking ganz vorn

Die New York Times bewertet alle 48 WM-Trikots. Deutschland landet auf Platz 4 und lässt Österreich und die Schweiz deutlich hinter sich.

Author - Mariella Mandurino
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Die deutsche Nationalmannschaft hat jetzt schon Grund zur Freude: Im Trikot-Ranking sind wir unter der Top 5 gelandet.
Die deutsche Nationalmannschaft hat jetzt schon Grund zur Freude: Im Trikot-Ranking sind wir unter der Top 5 gelandet.Markus Ulmer/Imago

Was für eine grandiose Nachricht noch vor WM-Start! In diesem Jahr hat sich die New York Times alle 48 teilnehmenden Länder der WM 2026 vorgenommen und ein Trikot-Ranking erstellt. Genial: Wir Deutschen haben es weit vor die Österreicher und Schweizer geschafft.

Deutschland räumt den vierten Platz im Trikot-Ranking ab

Erstmals spielen bei einer WM so viele Länder mit wie nie zuvor. Entsprechend vielfältig fällt die Mode bei den Spielen aus. Jede Nationalelf bringt mindestens zwei Trikots mit in die WM.

Die New York Times hat jetzt alle Heimtrikots der Länder in einem Ranking miteinander verglichen und Deutschland hat es auf Platz 4 geschafft! Eine modische Errungenschaft noch vorm ersten WM-Anpfiff.

Auf Platz 1 hat es Ghana geschafft, gefolgt von Brasilien auf Platz 2, England auf Platz 3 und Deutschland auf Platz 4. Da können alle Länder mächtig stolz auf sich sein.

Das Ghanaer Trikot hat das Ranking gewonnen. Die New York Times schreibt: „Das Design ist von Kente inspiriert, einem traditionellen ghanaischen handgewebten Stoff, der offenbar seinen Ursprung darin hat, dass Weber versuchten, die Muster einer Spinne namens Anansi aus ihrer alten Folklore nachzuahmen.“
Das Ghanaer Trikot hat das Ranking gewonnen. Die New York Times schreibt: „Das Design ist von Kente inspiriert, einem traditionellen ghanaischen handgewebten Stoff, der offenbar seinen Ursprung darin hat, dass Weber versuchten, die Muster einer Spinne namens Anansi aus ihrer alten Folklore nachzuahmen.“Imago

Unsere deutschsprachigen Nachbarländer Österreich und die Schweiz haben es nicht einmal unter die Top 10 geschafft. Die Ösis landen auf Platz 33 und die Schweizer sogar nur auf 37.

Über das österreichische Heimtrikot schreibt die New York Times: „Es ist ziemlich auffällig, auch wenn ich zögern würde, es als wirklich schön zu bezeichnen.“ Für die Schweiz hat der Autor hingegen nicht ein gutes Wort übrig, sie wird förmlich zerrissen.

Christian Schmid am 1. Juni beim Freundschaftsspiel gegen Tunesien. Er trägt das Heimtrikot der Österreicher.
Christian Schmid am 1. Juni beim Freundschaftsspiel gegen Tunesien. Er trägt das Heimtrikot der Österreicher.Yigit Oerme

„Es gibt wohl kaum ein Trikot bei dieser Weltmeisterschaft, das von Verwaltungsangelegenheiten oder Papierkram inspiriert ist, aber seien wir ehrlich … wenn es schon jemand tun würde, dann wäre es die Schweiz.“ Denn der Werbetext auf der Website von Puma „verkündet stolz, dass es ‚von den futuristischen Reisepässen des Landes“ inspiriert sei.

Die New York Times verspottet Puma und die Schweiz

Und weiter: „Cool! Was kommt als Nächstes: Versicherungsunterlagen? Parkausweise? Baugenehmigungsformulare? Es soll außerdem ‚Disziplin und Freiheit zugleich‘ verkörpern, was ein bisschen so wirkt, als wolle man einem weismachen, dass ‚die Regeln den Spaß ausmachen‘. Letztendlich ist es, selbst wenn man all diesen Unsinn ignoriert, einfach ein ziemlich unscheinbares Trikot, was schade ist.“

Das Trikot der Schweiz ist sehr schlicht in rot-weiß gehalten.
Das Trikot der Schweiz ist sehr schlicht in rot-weiß gehalten.Grant Hubbs/Imago

Aber auch die Deutschen bekommen trotz Platz 4 ihr Fett weg. In diesem Jahr wird durch den kommenden Wechsel von Adidas zu Nike Adidas vorerst zum letzten Mal die Trikots der deutschen Nationalmannschaft designen. Die New York Times schreibt, es sei „das Ende einer Ära“ und Deutschland würde mit dem Wechsel im nächsten Jahr „eines der größten Verbrechen“ begehen, „das man in der Welt des Trikotdesigns begehen kann“.

New York Times wirft Deutschen mangelnde Fantasie vor

Weiter heißt es über das Design des Shirts: „Vielleicht kann man ihnen mangelnde Fantasie vorwerfen, weil sie ihrem majestätischen Trikot von 1990 so wörtlich Tribut zollen, aber für Adidas ist dies eine wunderbare Art, sich zu verabschieden.“

Joshua Kimmich (l.) mit dem heutigen WM-Trikot und Ex-Profi-Kicker Lothar Matthäus mit dem Trikot von 1990.
Joshua Kimmich (l.) mit dem heutigen WM-Trikot und Ex-Profi-Kicker Lothar Matthäus mit dem Trikot von 1990.Ulmer/Imago

Und tatsächlich: Ganz unrecht hat die Zeitung nicht. Nur mit kleinen Details hebt sich das diesjährige Trikot von dem der WM 1990 ab. Während das Original die schwarz-rot-goldenen Zacken großflächig und dominant über die gesamte Brust laufen ließ, fällt das Muster beim heutigen etwas schmaler, kompakter und aufgeräumter aus.

Zudem setzt Adidas heute auf leichtere Hightech-Materialien, einen sportlicheren Schnitt und schwarze Schulterstreifen, die es 1990 in dieser Form nicht gab. Die Grundidee bleibt jedoch dieselbe: Beide Trikots feiern die deutschen Nationalfarben und erinnern an den WM-Triumph von 1990.

Gefällt Ihnen unser Trikot und finden Sie der vierte Platz ist berechtigt? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com