Abzocke droht

WM‑Start naht: Diese Fallen kosten Fans richtig Geld

Die WM 2026 startet – doch Betrüger lauern! So schützen sich Fans vor Fake‑Tickets, teuren Fallen und unseriösen Online‑Shops.

Author - Sebastian Karkos
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Wer WM-Fußball schauen möchte, kleidet sich dementsprechend ein.
Wer WM-Fußball schauen möchte, kleidet sich dementsprechend ein.snapshot-photography/ K.M.Krause

Vorfreude ist die schönste Freude. Donnerstag startet die Fußball‑Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet ihre erste Partie am Sonntag in Houston gegen Curacao (14. Juni/Anpfiff: 19 Uhr).

Fallen lauern für Fußball-Freunde in Fake-Shops

Viele deutsche Fans wollen sich für das Turnier einkleiden – sei es fürs Public Viewing oder einfach für zu Hause. Doch die Verbraucherzentralen warnen vor dem unüberlegten Kauf von Fanartikeln.

Denn angesichts der hohen Preise für offizielle Merchandise‑Produkte florieren im Netz gefälschte Online‑Shops mit billigen Trikot‑Angeboten. „Wer bei solchen vermeintlichen Schnäppchen voreilig per Vorkasse bezahlt, erhält am Ende mitunter minderwertige Plagiate oder gar keine Ware“, warnt Beate Saupe von der Verbraucherzentrale Sachsen. „Das Geld ist dann meist unwiederbringlich verloren.“

Tipp: Fakeshop‑Finder einsetzen! Unbekannte Online‑Shops sollten vor der Bestellung überprüft werden. Eine verlässliche Orientierung bietet der kostenlose Fakeshop‑Finder der Verbraucherzentralen.

Die Fußball-WM wird bunt, auch dank der Fans aus Haiti.
Die Fußball-WM wird bunt, auch dank der Fans aus Haiti.Alberto Boal/IMAGO

Fans, die in den nächsten Wochen nach Nordamerika fliegen wollen, müssen das eine oder andere beachten – vor allem jene, die noch keine Eintrittskarten haben. Die Verbraucherzentrale warnt: Obwohl weiterhin offizielle Ticketkontingente verfügbar sind, sorgt der Vertrieb für erheblichen Unmut. Grund ist das von der FIFA genutzte dynamische Preismodell, das die Kosten bei hoher Nachfrage massiv in die Höhe treibt. Auch auf der offiziellen Wiederverkaufsplattform werden teils immense Preise aufgerufen.

Beate Saupe: „Das dynamische Preissystem der FIFA führt zu extremen Schwankungen und nimmt Verbrauchern die Möglichkeit, faire Ticketpreise verlässlich einzuschätzen. Dennoch ist der Frust kein Freifahrtschein, auf unautorisierte Zweitmarktplattformen auszuweichen.“

Inoffizielle Ticketbörsen können eine Falle sein

Auf inoffiziellen Ticketbörsen, in sozialen Netzwerken und auf Kleinanzeigenportalen drohen gefälschte oder personengebundene, nicht übertragbare Tickets. Wer hier kauft, riskiert neben dem Totalverlust des Geldes auch die Abweisung direkt am Stadiontor!

Also: Wer wirklich echte Karten haben möchte, sollte die FIFA‑Plattform und den offiziellen FIFA‑Resale nutzen, auch wenn es teuer wird.

Thema Reisebuchungen: Hier warnen die Verbraucherzentralen vor Fake‑Unterkünften und unseriösen Mietwagen‑Deals. Vor jeder Buchung sollten das Impressum des Anbieters sowie die vollständigen Preis‑ und Leistungsangaben genau geprüft werden. Zudem gilt: Ein Stadionticket ersetzt niemals das erforderliche Visum bzw. die Einreisegenehmigung.

Fans müssen sich hier rechtzeitig selbst informieren und kümmern. Heißt also: Angebote akribisch prüfen! Bei Unterkünften und Transport auf vollständige Anbieterdaten, transparente Endpreise und die nötigen Einreisedokumente achten.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Haben Sie zum Beispiel Erfahrungen mit Fake-Shops gemacht? Bitte schreiben Sie uns:leser-bk@berlinerverlag.com