Die Vorfreude auf die WM 2026 wächst – und mit ihr die Nachfrage nach Deutschlandtrikots im Netz. Doch genau hier lauert eine Gefahr: Viele vermeintliche Schnäppchen entpuppen sich als Betrug.
WM-Hype lockt Fakeshops an
Wie die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt, verstecken sich unter den Suchergebnissen zahlreiche Fakeshops oder Anbieter aus dem Nicht-EU-Ausland. Im schlimmsten Fall bekommen Käufer gar kein Trikot, im besten nur billige Ware, die nicht den Erwartungen entspricht. Wer unbedacht bestellt, riskiert also nicht nur Frust, sondern auch den Verlust seines Geldes.
Billige Trikots aus China oft keine Originale
Besonders problematisch sind Shops mit Sitz in China. Sie werben oft mit Begriffen wie „authentic“, „Player Version“ oder „Match Version“ – liefern aber in der Regel nur Nachbildungen statt Originalware. Für Käufer kann das teuer werden: Neben schlechter Qualität drohen auch gesundheitliche Risiken durch Schadstoffe im Stoff, Probleme mit dem Zoll oder schlicht der Komplettverlust des gezahlten Betrags. Hinzu kommt: Gewährleistung oder Rückgabe sind meist kaum durchsetzbar. Wer hier vermeintlich spart, zahlt am Ende oft drauf.

Diese Shops stehen konkret unter Verdacht
Die Verbraucherzentrale hat mehrere Anbieter genauer geprüft – mit teils eindeutigem Ergebnis. Beim Fakeshop-Finder leuchten unter anderem bei Seiten wie fatooball.com, kickberlin.com, trikotfc.com, fussballtrikot-guenstig.com oder gojersey.co die Alarmglocken.
Der Grund: Fehlendes Impressum, dubiose Adressen oder extrem hohe Rabatte sind deutliche Warnsignale. Auch bei bestsoccerstore.cc, soccer00.co.uk, jjsports.uk oder kickitshirts.com ist Vorsicht geboten – hier fehlen wichtige Daten oder es gibt Auffälligkeiten, etwa frisch registrierte Domains oder internationale Telefonnummern.
Ohne EU-Ansprechpartner wird es riskant
Ein weiteres Problem: Häufig gibt es keinen Ansprechpartner in der EU. Laut Vorschriften müsste aber genau das gewährleistet sein – etwa für Produktsicherheit oder Reklamationen. Fehlt diese Angabe, bleiben Käufer oft auf ihrem Schaden sitzen.

Deshalb gilt: Vor dem Kauf unbedingt Impressum, Kontaktmöglichkeiten und Herkunft des Shops prüfen. Hilfreich ist der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen, der unseriöse Anbieter schnell entlarvt.
So holen Betroffene ihr Geld zurück
Wer bereits auf einen Fakeshop hereingefallen ist, sollte schnell handeln. Je nach Bezahlmethode besteht noch eine Chance: Lastschriften und teils auch Kreditkartenzahlungen lassen sich zurückbuchen, bei PayPal greift womöglich der Käuferschutz.
Schwieriger wird es bei Vorkasse – hier ist das Geld meist verloren. Wichtig ist, sofort die Bank zu kontaktieren und zusätzlich Anzeige bei der Polizei zu erstatten, notfalls online über die Internetwache.


