Auch viele Berliner nutzen das Wochenende gern für einen Ausflug auf den Polenmarkt – sie wollen günstig tanken, billig einkaufen, einfach etwas bummeln gehen und vielleicht leckeres Essen genießen. Doch wer sich zu den Märkten jenseits der Grenze bewegt, muss vorsichtig sein. Aktuell wird vor Trickdieben gewarnt, die es mit verschiedenen Methoden auf die Wertsachen der Besucher abgesehen haben. In einem Bericht schildert eine Frau, die zum Opfer wurde, was ihr passiert ist.
Viele Menschen zieht es auf die Polenmärkte
Das herrliche Wetter wird im Frühjahr wieder etliche Menschen auf die Märkte jenseits der polnischen Grenze ziehen – ob mit dem Auto oder, wie es von Berlin aus möglich ist, mit dem täglichen Bus zum Polenmarkt. Auch in Bad Muskau gehört der Polenmarkt in Leknica auf der anderen Seite der Grenze zu den Ausflugszielen – hier kommt man sogar zu Fuß ohne Probleme hin. Doch auf den Märkten wimmelt es laut einem aktuellen Bericht der Sächsischen Zeitung nicht nur vor Besuchern.
Auch Trickdiebe sind auf dem Polenmarkt unterwegs, zocken immer wieder ahnungslose Kunden ab. In dem Bericht schildert eine Frau, was ihr wiederfuhr: Die Frau fährt regelmäßig zum Einkaufen über die Grenze, bezahlte bei einem ihrer letzten Besuche mit der Kreditkarte. Auf dem Parkplatz sei sie dann von einem Mann angesprochen worden, den sie auf ein Alter von etwa 60 Jahren schätzte. Gepflegt und unauffällig sei er gewesen, schilderte sie der Zeitung.

Er habe Münzen in der Hand gehalten und habe deutlich gemacht, er brauche noch einen Euro für Brot. Die Frau habe daraufhin kurz in ihre Geldbörse geschaut, dann aber abgelehnt. Erst einen Tag später fiel ihr auf, dass ihre Kreditkarte verschwunden war. Sie wollte demnach in Weißwasser in einem Geschäft bezahlen, vermisste die Karte. Ein Anruf bei der Sparkasse zeigte, dass bereits mehrere Abbuchungen erfolgt waren. Die Frau erstattete laut dem Bericht der Zeitung Anzeige.
Trick mit verlorenem Geldschein auf dem Polenmarkt
Es ist nicht die einzige Situation, die sie erlebte. Einmal sei sie auf dem Parkplatz aufgefordert worden, unter ihr Auto zu schauen – und als sie sich bückte, habe sie plötzlich eine fremde Hand in ihrer Tasche gespürt. Da bemerkte sie es zum Glück rechtzeitig.
Die „Sächsische Zeitung“ berichtet auch über eine andere bekannte Masche: Die Täter locken die Besucher der Märkte mit einem verlorenen Geldschein. Denn wer möchte nicht gern Geld auf der Straße finden? Wer sich bückt und dadurch abgelenkt ist, riskiert, dass danach Wertsachen aus der Tasche verschwunden sind.

Auch andere Tricks sind bereits bekannt: Beim Blumen-Trick wird den Opfern etwa eine Blume angesteckt, die Ablenkung schamlos ausgenutzt. Beim Schmutz-Trick werden die Opfer scheinbar aus Versehen bekleckert – und beim Versuch der Reinigung verschwindet das Geld. Auch der Drängel-Trick wird auf den vollen Märkten gern eingesetzt.
Hochhebe-Trick auf dem Polenmarkt: Das steckt dahinter
Und auch vor dem Hochhebe-Trick sollten Sie sich in Acht nehmen. Dabei gibt der Trickbetrüger an, das Gewicht einer Person schätzen zu können, hebt sie hoch – und klaut ihr dabei das Portemonnaie aus der Tasche. Wer am Wochenende auf den Polenmarkt fährt, sollte also vorsichtig sein: Das gute Wetter macht den Besuch nicht nur attraktiv für viele Besucher, sondern mit ihnen auch für Trickdiebe.


