Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone (91) springt den in der Formel 1 in die Kritik geratenen Mick Schumacher (23) zur Seite und rüffelt Haas-Teamchef Günther Steiner. Imago

Mich Schumacher hat es in dieser Saison nicht leicht. Obwohl sein Haas-Flitzer endlich konkurrenzfähig ist, fährt der 23 Jahre alte Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher der Musik, vor allem aber den Punkten in der Formel 1 hinterher. Nach heftiger Kritik, auch teamintern von Haas-Teamchef Günther Steiner, und Spekulationen über einen Rauswurf beim US-Team, springt nun Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone Mick Schumacher zur Seite.

Vor vier Wochen geriet der mittlerweile 91 Jahre alte Ecclestone in die Schlagzeilen, weil er in Brasilien festgenommen wurde, nachdem bei der Einreise eine Schusswaffe in seinem Gepäck entdeckt wurde. Alles nur ein Versehen, wie der Brite später beteuerte, der auch keine Munition dabei gehabt haben soll und wenig später wieder von der Polizei auf freien Fuß gesetzt wurde.

Nun schießt der ehemalige Strippenzieher im Formel-1-Business aber ganz bewusst scharf, kritisiert im Wirbel um Mick Schumacher Haas-Teamchef Günther Steiner und bedauert das Fehlen von Vater Michael an der Seite des Rennfahrers. Ecclestone im RTL-Interview: „Wenn Michael hier wäre, würde er Günther zeigen, wo es langgeht. Das würde sehr helfen.“

Papa Michael fehlt Mick Schumacher sehr

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Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Rekordweltmeister Michael Schumacher prägten die Königklasse.

Rekordweltmeister Michael Schumacher hatte seinen Sohn Mick auf seinen ersten Schritten als Rennfahrer eng begleitet, bis er im Dezember 2013 bei einem tragischen Ski-Unfall verunglückte. Mick in der Netflix-Doku „Drive to Survive“: „Er fehlt mir sehr. Ich würde alles aufgeben, um mit ihm über so vieles zu quatschen.“

Michael Schumacher erholt sich nach seinem Sturz in den französischen Alpen von dem schweren Schädel-Hirn-Trauma, das er bei einem Sturz auf einen Felsen erlitten hatte, weiter abgeschottet von der Öffentlichkeit im Kreis seiner Familie. Details über den Gesundheitszustand des 53-Jährigen sind nicht bekannt.

Bernie Ecclestone stützt Mick Schumacher

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Mick Schumacher wurde in der Vergangenheit von Haas-Teamchef Günther Steiner mehrfach kritisiert. Gerüchte über einen Rauswurf aus der Formel 1 machten die Runde.

Mick Schumacher wartet auch in seiner zweiten Formel-1-Saison noch immer auf seine ersten WM-Punkte. Er sei aktuell in einer schwierigen Lage, urteilte Ecclestone. Der Ex-Formel-1-Boss weiter: „Wenn er das Team verärgert und sie ihn rausschmeißen, dann stellt sich die Frage: Ist ein anderes Team bereit, ihn aufzunehmen? Er leidet also ein wenig und hofft, dass ihm jemand eine Chance gibt.“

Die Kritik von Teamchef Steiner an Schumacher hält Ecclestone für falsch: „Er braucht jemanden, der ihm hilft und ihn nicht zu viel kritisiert.“ Wegen Steiners harter Worte wurde bereits über einen Rauswurf von Mick Schumacher bei Haas spekuliert, allerdings soll die Scuderia Ferrari, die Haas Motoren liefern und bei denen Mick Nachwuchsfahrer ist, ihr Veto eingelegt haben.

Mick Schumacher kontert Kritik auf der Stecke

Beim jüngsten Rennen in Montreal war Mick daraufhin drauf und dran seine Kritiker verstummen zu lassen, als er viele Experten an seinen Vater erinnerte, indem er im Regen im Qualifying seine bisher beste Leistung zeigte und auf Rang sechs fuhr. Im Rennen am Sonntag war er auf Punkte-Kurs, fiel allerdings erneut aus. Nicht wegen eines Crashs, sondern weil sein Haas-Bolide mal wieder streikte.

Wie frustrierend diese Niederlage für Mick sein muss, zeigte sich auch in seiner Ausdrucksweise, als sein Renningenieur Gary Gannon ihm tröstende Worte zufunkte: „Tut mir leid, Kumpel. Du warst auf Kurs.“

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