Den wilden Wasserfontänen getrotzt! Mick Schumacher kam in Montreal mit seinem Haas VF-22 gut durch den Regen beim Qualifying. Imago/Motorsport Images/Mark Sutton

Hat er es jetzt seinen Kritikern gezeigt?  Platz sechs in der Startaufstellung beim Großen Preis von Kanada am Sonntagabend (20 Uhr/Sky). Mick Schumacher fuhr im Qualifying auf dem nass-rutschigen Kurs in Montreal so weit nach vorn wie nie zuvor in seiner Karriere! Kann er nun endlich auch mal punkten?

In bislang 29 Rennen steuerte Schumacher seinen Boliden nicht ein einziges Mal in die Punkteränge. Im Vorjahr konnte er alles auf den Wagen schieben. In dieser Saison schlitterte er beim Auftakt in Bahrain um Haaresbreite an Platz zehn vorbei. Jetzt muss er langsam liefern.

Denn Schumi junior fährt in seinem erst zweiten Formel-1-Jahr schon um seine Zukunft. „Es hat sich von der ersten Runde an sehr gut angefühlt“, sagte der 23-Jährige beim Sender Sky Sport. „Hoffentlich können wir in der Position bleiben, wenn nicht noch ein bisschen weiter nach vorn kommen.“

Mick Schumacher glänzt im Regen wie Papa Michael

In Kanada erwies er sich auf der rutschigen Strecke als echter Sohn seines Vaters. Michael Schumacher galt ja in seiner Karriere als Regengott. Anders als Sebastian Vettel, der im Qualifying wieder früh ausschied.

Seine Mutter Corinna fiel Mick um den Hals, Ferrari gratulierte seinem Nachwuchsmann. Selbst Haas-Boss Günther Steiner hatte diesmal nichts zu meckern. „Natürlich ist es schön, ein gutes Ergebnis zu haben. Etwas, auf das man aufbauen kann. Das zeigt, dass ich aus gutem Grund hier bin“, so Mick.

Es würde den brüchigen Burgfrieden mit dem Haas-Teamchef ein wenig fester machen. Steiner hatte Schumacher jüngst angezählt, ihm seine zahlreichen Unfälle vorgehalten und vor allem dessen Teamkollegen Kevin Magnussen gelobt. Der Däne hat das interne Duell der Haas-Piloten bisher klar dominiert. Und die Rauswurfgerüchte für Schumi junior wollen einfach nicht verstummen.

Ralf Schumacher spricht von Druck

Micks Onkel Ralf Schumacher, heute Sky-Experte und früher sechsmaliger Grand-Prix-Sieger, war erleichtert. „Das nimmt eine Menge Druck raus, und der Druck ist einfach da. Mick zeigt genau das, war er kann. Er ist nicht von ungefähr Formel-2- und Formel-3-Meister geworden“, erklärte der 46-Jährige.

Anders als im Qualifying, bei dem die Strecke nur schrittweise abtrocknete, ist für den Großen Preis von Kanada (Sonntag, 20 Uhr, Sky) aber Sonnenschein vorhergesagt ...

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