Schwere Vorwürfe gegen Fußball-Legende Stefan Kuntz: Er wird laut BILD beschuldigt, in seiner Zeit als Sportvorstand beim HSV Mitarbeiterinnen sexuell belästigt zu haben. Zum Jahreswechsel trat der 63-Jährige von seinem Posten beim Hamburger Sportverein zurück. Offiziell kommuniziert wurden „persönliche familiäre Gründe“.
Stefan Kuntz war 25-facher Nationalspieler, Europameister von 1996, DFB-Trainer, Fußball-Manager und von Mai 2024 bis Dezember 2025 Sportvorstand beim HSV. In seiner Zeit stiegen die Hamburger wieder in die Erste Bundesliga auf.
HSV-Mitarbeiterin schildert sexuelle Belästigungen
Sein Abschied vom Hamburger Sportverein Ende Dezember aber kam überraschend. Zum 31. Dezember 2025 einigte sich Kuntz mit dem Aufsichtsrat aus persönlichen Gründen auf eine Vertragsauflösung. Die damals genannten „persönlichen familiären Gründe“ sollen aber nur vorgeschoben sein, berichtet jetzt BILD.
Als der Vertrag von Kuntz als Sportvorstand gerade verlängert werden sollte, wandte sich Anfang Dezember eine Angestellte an den Aufsichtsrat des Vereins. Sie schilderte laut dem Blatt sexuelle Belästigungen. Der Aufsichtsrat ließ den Vorgang von einer externen Anwaltskanzlei prüfen, die mit der Frau sprach. Im Laufe der Ermittlungen sollen weitere Betroffene bekannt geworden sein.
Stefan Kuntz wiederum hat wenige Tage, nachdem sich die erste HSV-Mitarbeiterin an den Verein wandte, Anzeige gegen unbekannt erstattet. Wegen Stalkings. Er habe anonyme Nachrichten von einer Verehrerin erhalten, die ihn mehr und mehr beunruhigt hätten.
HSV: „Es handelt sich hier um ausschließlich interne Vorgänge“
Laut BILD-Recherchen konfrontierte der HSV-Aufsichtsratsvorsitzende Michael Papenfuß daraufhin Kuntz mit den Vorwürfen. Der kündigte an, Stellung zu beziehen – doch ein geplantes Treffen sei durch den Anwalt des Managers wieder abgesagt worden.





