Olympia 2026

Australischer Snowboarder Cam Bolton bricht sich das Genick

Schock für Australien. Snowboarder Cam Bolten bricht sich im Training das Genick. Er ist nicht der einzige Athlet, der sich schwer verletzt.

Author - Sebastian Krause
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Snowboarder Cam Bolton aus Australien, hier bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking, hat sich bei einem Trainingsunfall das Genick gebrochen.
Snowboarder Cam Bolton aus Australien, hier bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking, hat sich bei einem Trainingsunfall das Genick gebrochen.Imago/AAP

Schock für das australische Snowboard-Team bei den Olympischen Winterspielen 2026. Für Snowboardcrosser Cam Bolton sind die Spiele beendet, noch bevor sie in seiner Paradedisziplin richtig begonnen haben.

Snowboardcrosser Cam Bolten bricht sich das Genick

Der 35-Jährige zog sich im Training einen Genickbruch zu. Bolton war am Montag in Livigno gestürzt und hatte anschließend über Schmerzen im Nacken geklagt. Als die Beschwerden auch am Dienstagmorgen nicht nachließen, folgte eine eingehende medizinische Untersuchung – mit schwerwiegender Diagnose.

Bolten geht es den Umständen entsprechend gut

Die Ärzte stellten zwei stabile Frakturen der Halswirbelsäule fest. Aufgrund der Verletzung wurde der Australier in eine Klinik nach Mailand geflogen, wo er derzeit stationär behandelt wird.

Trotz der dramatischen Umstände gab es zumindest vorsichtige Entwarnung. Australiens Delegations-Chefin Alisa Camplin erklärte, Bolton gehe es „den Umständen entsprechend gut“ und er werde umfassend betreut.

Die vierten Olympischen Spiele sind für Bolten futsch

„Cam wollte, dass seine Teamkollegen informiert sind und wissen, dass er gut umsorgt wird“, sagte die ehemalige Freestyle-Skifahrerin. Auch Boltons Ehefrau sei inzwischen bei ihm. Die Kommunikation mit dem Athleten verlaufe gut, betonte Camplin: „Ich bin stolz auf das Maß an Fürsorge.“

Für Bolton ist die Verletzung besonders bitter. Nach seinen Olympia-Teilnahmen 2014, 2018 und 2022 hätten die Spiele 2026 seine vierten werden sollen. Im vergangenen Jahr hatte er bei der Weltmeisterschaft noch Silber im Team-Snowboardcross gewonnen und zählte auch diesmal zum erweiterten Favoritenkreis.

Auch Snowboarderin Vaughan verletzt sich schwer

Für die Snowboardcross-Qualifikation am Donnerstag wurde inzwischen Debütant James Johnstone nachnominiert.

Bolton war am Montag nicht der einzige australische Athlet, der im Training stürzte. Auch Halfpipe-Snowboarderin Misaki Vaughan verletzte sich bei einem Sturz am Kopf. Die 20-Jährige darf sieben Tage lang nicht antreten und verpasst damit die Qualifikation.

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