Jeder Fan will es wissen: Gegen welchen Gruppendritten spielt Deutschland bei der WM im Sechzehntelfinale am Montag in Boston? Der KURIER fragt die KI mit einem Rechenmodell nach jedem Abschluss einer Gruppe nach dem jeweiligen Gruppendritten. Vor dem 3. Spieltag gab es noch 15 mögliche Gegner, jetzt sind es nur noch acht. Schottland bleibt nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung der Topfavorit als Deutschland-Gegner, aber sicher ist das noch gar nicht.
Schottland ist noch Favorit, aber …
Hier sind die neuesten Prozentverteilungen, die die KI ermittelt hat. Schottland (Gruppe C): 44,85 %. Dahinter Australien oder Paraguay (Gruppe D spielt am Freitag um 4 Uhr): 42,12 %, dahinter folgen weit abgeschlagen die Niederlande, Schweden oder Japan (Gruppe F spielt Freitag um 1 Uhr): 8,18 %. Südkorea (Gruppe A): 4,55 %. Bosnien (Gruppe B: 0,30 %).
Wie kommt die KI auf diese Prozentzahlen? Der WM-Modus sieht vor, dass die acht besten der zwölf Gruppendritten sich für das Sechzehntelfinale qualifizieren. Es gibt rechnerisch genau 495 Möglichkeiten, wer diese acht Gruppendritten sein können. Für jede einzelne Kombination hat die Fifa festgelegt, wer dann gegen welchen Gruppenersten spielt, diese 18-seitige Liste steht im sogenannten Annexe C der WM-Regularien. Nach jetzt drei abgeschlossenen Gruppen sind laut KI die 495 Möglichkeiten bereits auf 330 geschrumpft.

Siegt Deutschland Donnerstag, liegen zwei andere vorne
Bei der neuen Verteilung führt zwar Schottland die Wahrscheinlichkeitsrechnung weiter an, doch damit ist noch nichts sicher. Denn Schottland hat als Gruppendritter nur drei Punkte geholt und liegt im Vergleich zu Bosnien (4 Zähler) und Südkorea (drei Punkte, aber das bessere Torverhältnis) bisher an letzter Stelle. Heißt: Die Bravehearts sind dringend auf schlechtere Gruppendritte angewiesen.
Dafür könnte Deutschland selbst am Donnerstag (22 Uhr) mit einem Sieg gegen Ecuador sorgen, wenn auch die Elfenbeinküste gleichzeitig gegen Curacao gewinnt. Dann wäre Ecuador als Gruppendritter mit nur einem Punkt chancenlos. Doch so einfach ist es nicht.
Denn nach Abschluss der Deutschland-Gruppe würde bei diesen Ergebnissen die Liste der Möglichkeiten weiter von 330 auf nur noch 120 schrumpfen. Die KI hat es simuliert: Und heraus kommt, dass dann Paraguay oder Australien mit 46,67 % bei der Wahrscheinlichkeit vor Schottland (44,17 %) führen würde. Bosnien würde als möglicher Gegner komplett aus der Liste verschwinden.



