Die Fifa macht sich bei dieser WM mal wieder selbst lächerlich. Ein Spieler, der zweimal vom Platz hätte fliegen können, wird nach dem Abpfiff zum „Superior Player of the Match“ gewählt. Es geht um Englands Jude Bellingham (22), dem die Auszeichnung nach dem 0:0 gegen Ghana am Ende selbst unangenehm war.
Trotz verdeckten Mund keine Rote Karte für Bellingham
Was war genau passiert? Bellingham hatte mit Ghanas Kapitän
Jordan Ayew auf dem Feld diskutiert, so weit so gut. Doch dabei hielt er sich die Hand vor dem Mund. Nach neuesten Fifa-Regularien hätte er wegen des manuellen Sichtschutzes bei einem Gespräch mit einem Gegenspieler Rot sehen müssen.
Paraguays Miguel Almiron bekam beim 1:0-Sieg gegen die Türkei die Rote. Der paraguayische Fußballverband (APF) hat jetzt offiziell Beschwerde bei der FIFA eingereicht und wirft dem Verband Unstimmigkeiten bei der Anwendung der neuen Bestimmungen vor. Alle haben es gesehen, im Internet wird lebhaft diskutiert. Nur Schiri Hector Said Martinez aus Honduras und die VARs hatten es nicht entdeckt.

Bellingham zoffte sich mit Ghanas Co-Trainer
Das war Aufreger Nummer 1. Der zweite folgte: Bellingham schimpfte in der Halbzeitpause mit Ghanas Co-Trainer John Paintsil. Es wurde so hitzig, dass Spieler von Ghana und England dazwischen gingen, damit es nicht komplett eskaliert.
Ghanas Chefcoach Carlos Queiroz erklärte den Zoff so: „Ich wollte ihm (Bellingham, d. Red.) eigentlich sagen, dass er sich bei diesem Tackling etwas hätte zurückhalten sollen. Das hätte eine Gelbe Karte geben können, denn er ist mit dem Fuß gegen unseren Spieler gegangen. Er hat heftig reagiert und ein paar Schimpfwörter von sich gegeben, und so hat es angefangen.“
Bellingham gab wenigstens nachher zu: „Das war ein dummes Tackling von mir, um ehrlich zu sein. Ihre Bank ist dann aufgesprungen und hat eine Gelbe Karte für mich gefordert. Die Scharmützel seien in der Hitze des Gefechts entstanden.“



