Ein rassistischer Vorfall hat das Testspiel zwischen Zweitliga-Aufsteiger FC Energie Cottbus und dem Halleschen FC überschattet. Die Partie in Finsterwalde in Brandenburg wurde am Samstag kurz vor dem Ende vorzeitig abgebrochen.
Attacken gegen King Manu in der 102. Minute
Auslöser waren rassistische Anfeindungen gegen Energie-Profi King Manu. In der 102. Minute der auf mehr als zwei Stunden angesetzten Begegnung soll der Offensivspieler von Anhängern des Halleschen FC mit Affenlauten und verbalen Beleidigungen attackiert worden sein. Manu reagierte lautstark auf die Beschimpfungen.
Die Situation eskalierte sofort. Polizeikräfte schritten ein, machten zwei HFC-Anhänger ausfindig und führten sie aus dem Stadion. Währenddessen berieten die Verantwortlichen über das weitere Vorgehen. Schließlich fiel die Entscheidung, die Partie aus Sicherheitsgründen abzubrechen.

Beide Vereine verurteilten die Vorfälle anschließend scharf. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Das heutige Testspiel zwischen dem FC Energie Cottbus und dem halleschen FC wurde aufgrund eines rassistischen Vorfalls gegen einen Spieler von Energie Cottbus abgebrochen. Für Rassismus und Diskriminierung gibt es in beiden Vereinen keinen Platz, weder auf dem Spielfeld noch auf den Rängen!“


