Wie sieht künftig das Gesicht der Fußball-Regionalliga aus? Die vierthöchste Spielklasse in Deutschland soll reformiert werden, die Klubs aus dem Nordosten (NOFV) favorisieren nach einem gemeinsamen Treffen in Peißen (Sachsen-Anhalt) nun das sogenannte Kompass-Modell.
Einigkeit im Nordosten zwischen Verband und Vereinen
NOFV-Präsident Hermann Winkler: „Wichtig war mir vor allem die Einigkeit im Nordosten zwischen Verband und Vereinen, dass wir weiter an der Verwirklichung ‚Meister müssen aufsteigen‘ arbeiten. Es war eine Informationsveranstaltung über die Ergebnisse der Arbeitsgruppe, die für die Regionalligisten, aber auch für die Drittligisten und Oberligisten wichtig ist.“
Auch beim BFC Dynamo favorisiert man das Modell. Präsident Norbert Uhlig: „Auch für uns ist es die gerechteste Lösung. Beim Treffen haben das auch der NOFV und alle Beteiligten so bestätigt.“
Abgestimmt wurde bei den Ost-Klubs noch nicht, aber zumindest herrscht nun weitestgehend Einigkeit. Die neue Liga-Struktur soll ab der Saison 2027/28 greifen.
Beim Kompass-Modell würden die vier Staffeln in jeder Saison aus allen Regionalligisten anhand der Entfernungen gebildet – und zwar mithilfe von KI. Folge: Es gibt keine festen Verbandsgrenzen mehr, die Ligen würden jedes Jahr neu anhand möglichst kurzer Anfahrtswege zusammengestellt werden.

Das alternative Regionen-Modell sieht vor, dass aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Staffeln entstehen, während West und Südwest in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben. Diese Idee lehnte der Fußball-Osten ab.


