Im Laufe der Jahre sind in der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ schon allerlei verrückte Kandidatinnen und Kandidaten an Pop-Titan Dieter Bohlen vorbeigerauscht – doch nur wenige waren so provokant wie er: Michael Klammt (60) aus Iserlohn ist am Samstag in der neuen Folge der Show zu sehen und behauptet bei „DSDS“, der faulste Deutsche zu sein. Er stellt klar: „Ich lehne echte Arbeit ab!“ Coole Lebenseinstellung oder einfach nur dreist?
Michael Klammt kommt als faulster Deutscher zu „DSDS“
Erinnern Sie sich noch an Arno Dübel, „Deutschlands frechsten Arbeitslosen“? Genau der ist das Vorbild von Michael Klammt, der am Samstag bei „Deutschland sucht den Superstar“ auf der Bühne steht und vor der Jury (Dieter Bohlen, Bushido und Isi Glück) sein Können zeigen will. Klammt behauptet von sich selbst, der „faulste Deutsche“ zu sein. Was hat es damit auf sich?
Er stellt sich als „Herr Kaleu Klammt“ vor, tritt in Matrosen-Uniform auf. Sein Motto: „Weniger Arbeiten, mehr erleben!“ In einem Interview mit BILD sagt er: „Ich lehne echte Arbeit ab. Ich mache einfach nichts – oder nur das, wozu ich Lust habe.“ Allerdings hat er auch Glück: Klammt vermietet zwei Wohnungen und verdient laut dem Blatt seinen Lebensunterhalt mit der Miete.

Doch die Faulheit meint er ernst: Er sieht sich als Vorreiter einer neuen Bewegung in Deutschland, sagt er. Immer mehr Menschen würden erkennen, dass die Arbeit jeden Tag nicht der Lebensinhalt sei. „Work-Life-Balance ist wichtiger. Ich habe mit 16 Jahren beschlossen, ein entspanntes Leben zu führen und mache das bis heute. Ich liebe es, faul zu sein und nicht zu arbeiten.“
Faulster Deutscher: „Habe die Arbeit gut umschifft“
Und darauf ist er verdammt stolz: Er sei zwar nicht die hellste Kerze auf der Torte, sagt Michael Klammt von sich selbst. Sondern einer von wenigen in seiner Generation, die keine Karriere gemacht haben und den Weg der Faulheit gegangen sind. Er habe die Arbeit gut umschifft. Solche Aussagen dürften viele wütend machen.
Aber immerhin: Dem Staat auf der Tasche liegt er nicht, denn er bekommt kein Hartz IV. Die Rente sei ihm egal. „Mit Anfang der Rente das schöne Leben beginnen ist vielleicht der größte Irrtum unserer Gesellschaft. Da sind die gesundheitlichen Probleme schon voll da.“

Und wie kam es zu der Traumkarriere? Nach sieben Jahren habe er sein Studium abgebrochen und als Reiseleiter auf einem Kreuzfahrtschiff gejobbt, sich dort um Bustouren gekümmert. Für ihn laut eigener Aussage: viel Spaß, wenig Arbeit.
Das Geld, das er damit verdiente, investierte er in die Wohnungen – und setzte sich danach zur Ruhe. Aber nur im Bereich der Arbeit. Er sei stattdessen zehn Jahre mit einer BahnCard100 durch Deutschland gefahren. „Ohne Arbeit. Der Zug war immer voll mit Anzugträgern. Nur ich mit T-Shirt. Ich bin am liebsten faul und chille.“


