Verwirrung und schlimme Sprüche

Was ist los mit Thomas Gottschalk? Nach Bambi jetzt Romy-Panne!

Die TV-Legende hat sich einen weiteren Ausrutscher geleistet - bei der Verleihung des österreichischen Fernsehpreises „Romy“. Das Peinlich-Protokoll seines Auftrittes.

Author - Florian Thalmann
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Thomas Gottschalk mit seiner Frau Karina Mroß bei der Verleihung des österreichischen Filmpreises Romy.
Thomas Gottschalk mit seiner Frau Karina Mroß bei der Verleihung des österreichischen Filmpreises Romy.Barbara Gindl/AP/dpa

Erst vor rund zwei Wochen sorgte Thomas Gottschalk für großes Rätselraten: Bei der diesjährigen Bambi-Verleihung sollte er den Legenden-Bambi an Pop-Ikone Cher übergeben – wirkte dabei auf der Bühne aber durcheinander. Er verhaspelte sich, klopfte merkwürdige Sprüche, war verwirrt. Sogar Spekulationen über eine mögliche Demenz-Erkrankung kamen auf, doch Gottschalk moderierte alles ab. Nun der nächste Peinlich-Auftritt: Bei der Verleihung des österreichischen Filmpreises „Romy“ stand Gottschalk offenbar ein weiteres Mal neben sich.

Peinlich-Auftritt: Gottschalk verwirrt beim Filmpreis „Romy“

In Kitzbühel wurde Thomas Gottschalk am Abend mit der Diamant-Romy ausgezeichnet – und sorgte wieder für verwunderte Gesichter im Publikum. Auch dieses Mal gab es merkwürdige Sprüche und leichte Verwirrung. In seiner Dankes-Rede merkte Thomas Gottschalk etwa an, er werde sich morgen wieder in Deutschland entschuldigen müssen. „Weil ich gesagt habe, mir liegt der österreichische Humor etwas mehr als der deutsche.“ Er müsse sich immer für das entschuldigen, was er gesagt habe. „Aber ich weiß auch nicht, wie ich das schaffe.“

Dann beschwert er sich plötzlich über das Mikrofon. „Ich muss das Mikrofon etwas anheben. Wir haben in Deutschland Mikrofone, die so weit aus dem Boden kommen, wie groß der Laudator gerade ist.“ Dann wendet er sich an den österreichischen Regisseur Otto Retzer, der neben ihm auf der Bühne steht. „Otto, für dich hätte es gereicht.“ Es folgt eine Idee für eine neue Produktion: „Otto, für dich wäre das sogar eine Idee für einen Film – eine Romy für Thommy. Aber ich glaube, in dem Fall wäre eine Serie besser: die vielen Romys für Thommy.“

Neben Thomas Gottschalk gehörten auch Stefan Raab und Michael „Bully“ Herbig zu den Preisträgern bei der diesjährigen Verleihung der Romy.
Neben Thomas Gottschalk gehörten auch Stefan Raab und Michael „Bully“ Herbig zu den Preisträgern bei der diesjährigen Verleihung der Romy.Barbara Gindl/APA/dpa

Dann verhaspelt er sich komplett. „Das wäre natürlich an und für sich besser… besser… besser äh, im … im … im … ääh, sagen wir mal … als Film darzustellen als als Serie. Romys für Thommy, Thommys für Romy, Romys für Thommy.“ Es reime sich nicht ganz – und er sei es gewohnt, dass sich die Dinge reimen, sagt Thomas Gottschalk. „Ich habe mir das nicht ganz genau überlegt, wie ich mir vieles in meiner Karriere nicht überlegt habe, was ich gesagt habe. Aber es ist die Zeit gekommen.“ Dann blickt er auf den Monitor am Bühnenrand, zählt die Zeit herunter. „Ich habe noch 30 Sekunden, 29, 28…“

Plötzlich wirkt Thomas Gottschalk verwirrt, zählt die Zeit herunter

Dann dreht er sich zum anderen Bühnenrand, fragt: „Wo bleibt die Romy?“ Von der Seite kommt Hans Sigl, löst die Situation auf. „Entspann dich, Thommy!“ Einen weiteren Spruch gibt es dann, als er Gottschalk die Trophäe in den Händen hält. „Ich musste mir schon mal mit Michael Jackson eine Romy teilen, aber die hier gehört mir ganz alleine“, sagt er. „Michael ist weggebrochen sozusagen als Konkurrenz.“ Die Pop-Legende starb 2009 nach einer Überdosis an Medikamenten.

Was ist nur mit Thomas Gottschalk los? Es ist bereits der zweite verwirrende Auftritt innerhalb kurzer Zeit. Erst am 13. November hatte sich der Ex-„Wetten dass..?“-Star bei der Bambi-Verleihung blamiert. Als er der Pop-Ikone Cher den Legenden-Bambi überreichen sollte, verhaspelte er sich, sagte unter anderem, Cher sei die einzige Frau, die er jemals ernst genommen habe.

Danach erklärte er, dass er aufgrund eines Cher-Doubles auf der Bühne verwirrt gewesen sei – es handelte sich um Musical-Star Sophie Berner, die in einem neuen Cher-Musical auf der Bühne steht. Gottschalk äußerte, er habe gedacht, er sei bei „Verstehen Sie Spaß?“ – kurz vor dem Auftritt hatte er Cher hinter der Bühne getroffen, dann stand sie plötzlich mit anderer Haarfarbe auf der Bühne. Gerüchte, er leide eventuell an Demenz, wies Gottschalk zurück.