Eklat nach TV-Show

Nach Skandal-Aussagen um Frauenfußball: Mario Basler flippt auf Premiere aus

Skandal um Mario Basler: Sexistische Aussagen zum Frauenfußball, Streit im Podcast und neue Vorwürfe aus dem Reality‑TV.

Author - Julia Nothacker
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Mario Basler bei der Premiere der dritten Staffel der Reality-Show „The 50“.
Mario Basler bei der Premiere der dritten Staffel der Reality-Show „The 50“.Horst Galuschka/Imago

Mario Basler, bekannt für große Tore und noch größere Sprüche, hat erneut mit einer derb abwertenden Tirade gegen den Frauen‑Fußball für Empörung gesorgt. Seine Aussagen im SWR‑/ARD‑Podcast „Mario Basler – Letzter Typ“ schlugen ein wie eine Bombe – und lösten einen Shitstorm aus, der selbst die ARD zum Handeln zwang.

Podcast‑Eklat bringt Netz gegen Mario Basle rauf

Die pikante Vorgeschichte: Bereits 2011 hatte Mario Basler in einer BILD-Kolumne gewettert, Fußball sei nichts für Frauen und sie sollten Tennis spielen, das sei zumindest sexy. Auch 2025 hatte Basler erklärt, er bekomme von Frauen‑Fußball „Augenkrebs“.

Im Podcast stellte Basler nun klar, dass er nach wie vor daran festhalte. Und er ging sogar noch einen Schritt weiter: Frauen hätten mit Fußball nichts zu tun, „wenn sie rennen, wenn sie schießen, wenn sie grätschen“ – all das sei für ihn kein „Frauensport“.

Podcast‑Moderatorin Katharina Reckers reagierte fassungslos. Mehrfach versuchte sie, Basler klarzumachen, dass solche Aussagen nicht gehen. Doch der Ex‑Profi blieb stoisch bei seinen Thesen.

Mario Basler polarisiert immer wieder.
Mario Basler polarisiert immer wieder.Picture Point/Imago

Am Ende verlor Reckers endgültig die Geduld – und verpasste Basler eine der deutlichsten Ansagen, die es je in einem öffentlich‑rechtlichen Format gegeben hat: „Vielleicht auch mal die Fresse halten.“

Dieser Moment ging viral – millionenfach geklickt, geteilt und kommentiert.

Der Druck wurde so groß, dass die ARD sogar ein offizielles Statement veröffentlichte. Der Sender stellt klar, dass Mario Basler keine Bühne erhalten hat, „die er nach Lust und Laune bespielen kann“: „Er wird wie in diesem Ausschnitt mit kritischen Äußerungen konfrontiert oder erfährt Widerspruch, wo es angebracht ist.“

Gina Beckmann konfrontiert Mario Basler bei „The 50“-Premiere

Jetzt nimmt der Skandal eine neue Wendung. Seit dem vergangenen Montag (9. März) ist die dritte Staffel The 50 bei Amazon Prime abrufbar, an der auch Mario Basler teilnimmt.

Bereits in den ersten Folgen wird er von den anderen Reality-Stars gefeiert und bejubelt. Keine Frage, Mario Basler hat allein schon durch seine Vergangenheit als Fußball-Profi für viele jüngere Leute Kult-Status.

Nur eine Reality-TV-Kandidatin ist ganz anderer Meinung. Gina Beckmann, bekannt aus Formaten wie „Prominent getrennt“ und „Forsthaus Rampensau Germany“, hat Mario auf der „The 50“-Premiere in Köln mit seinen Aussagen konfrontiert.

Gina Beckmann konfrontierte Mario Basler mit seinen Aussagen.
Gina Beckmann konfrontierte Mario Basler mit seinen Aussagen.Horst Galuschka/Imago

„Ich hatte tatsächlich die Hoffnung, dass er vielleicht nach dem ganzen Hate reflektiert hat oder dass er das vielleicht alles gar nicht so gemeint hat und es ein großes Missverständnis ist. Ich dachte wirklich noch an das Gute im Menschen, weil ich ihn halt so mochte und es nicht von ihm gedacht hätte, dass er solche Aussagen trifft“, erklärt Gina in ihrer Instagram-Story.

Diskussion zwischen Mario Basler und Gina Beckmann eskaliert

Ginas Erwartung wurde enttäuscht. „Tatsächlich hat er's nicht zurückgezogen, im Gegenteil. Er meinte nur so, das ist halt seine Meinung, die muss ich jetzt einfach akzeptieren. Frauen können halt einfach kein Fußball spielen.“ Doch Gina stellt klar: „Das ist keine Meinung, das ist einfach diskriminierend und sexistisch.“

Es sei anschließend immer lauter zwischen Mario und Gina hin- und hergegangen. Als Gina zugab, sich nicht mit Fußball auszukennen, habe Mario Basler gesagt, dass sie deswegen auch kein Mitspracherecht habe. Aufgebracht wollte Mario Basler wissen, warum Gina ihn angreift.

Auch andere Reality-Stars seien dabei gewesen, hätten aber nichts gesagt, weil sie sich nicht getraut haben und es sich nicht mit Mario Basler verscherzen wollten, glaubt Gina.

Abschließend stellt sie klar: „Genau wegen solchen Aussagen muss es noch Feminismus geben!“

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